Europa verliert eine einzigartige Chance: Wie Langstreckenraketen für die Ukraine den Kontinent absichern könnten.
Nach Angaben von ТСН: Europa verliert die einzigartige Möglichkeit, sich in den kommenden Jahren vor russischer Aggression zu schützen. Die Lieferung von Langstreckenraketen an die Ukraine, wie Taurus oder eine ausreichende Anzahl von Storm Shadow, könnte die Sicherheitslage nicht nur an der Front, sondern in ganz Europa erheblich verändern.
Diese Meinung äußerte der Luftfahrt-Experte Walerij Romanenko im Programm "Kiew24". Er erklärte, dass, wenn die Partner der Ukraine die benötigte Anzahl an Langstreckenwaffen zur Verfügung stellen würden, die ukrainischen Streitkräfte in der Lage wären, den russischen Militärisch-Industrie-Komplex zu zerstören. Das würde Moskau zwingen, die Produktion von Grund auf neu zu beginnen, was Europa Zeit zur Vorbereitung geben würde.
Ein ideales Szenario für Europa
Romanenko betonte, dass der Westen diese Möglichkeit, die sich dank der Anstrengungen der ukrainischen Streitkräfte eröffnet, bisher noch nicht vollständig erkannt hat.
„Für Europa wäre es ideal, wenn sie uns Langstreckenwaffen geben würden, und wir einfach die russische Rüstungsindustrie zerstören könnten. Europa hätte ernsthafte Zeit, sich auf eine mögliche russische Invasion vorzubereiten. Zum Beispiel über das Baltikum oder aus anderen Richtungen, einschließlich Weißrussland“, sagte Romanenko.
Der Analyst bemerkte jedoch, dass die Europäer dies bisher nicht als realistische Chance betrachten.
Russland zum Neustart zwingen
Romanenko betonte auch, dass, wenn die Ukraine Raketen vom Typ Tomahawk oder massenhafte Lieferungen der deutschen Taurus erhalten würde, dies die Möglichkeit eröffnen würde, Schlüsselunternehmen in Russland, die in Reichweite fallen, außer Gefecht zu setzen. Dies würde zu einem Zusammenbruch der feindlichen Lieferketten führen.
„Dann müssten die Russen von Grund auf neu beginnen: Technologischen Prozesse auf Basis chinesischer Lieferungen und chinesischer Komponenten aufbauen. Faktisch müssten sie Modifikationen neuer Muster mit erheblichen zeitlichen… (Verzögerungen — Anm. d. Red.) erstellen“, erklärte der Experte.
Ein solches Szenario würde den Kreml zwingen, Jahre für die Wiederherstellung seines militärischen Potenzials aufzuwenden, anstatt sich auf neue Aggressionen vorzubereiten.
Es sollte auch erwähnt werden, dass in den Diskussionen das Thema der Fortsetzung der Munitionlieferungen im Rahmen der sogenannten „tschechischen Initiative“ angesprochen wurde, die bereits 1,8 Millionen Munition an die Ukraine geliefert hat. Dies unterstreicht die anhaltende Unterstützung durch internationale Partner und deren Bereitschaft, die benötigten Ressourcen bereitzustellen.
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