Warum unterrichtet eine Privatschule in Sumy Russisch? Die SBU ermittelt.

Warum unterrichtet eine Privatschule in Sumy Russisch? Die SBU ermittelt.
Warum unterrichtet eine Privatschule in Sumy Russisch? Die SBU ermittelt.

Ermittlungen gegen die Privatschule "Asgard"

Nach Angaben von TSN.ua: Die ukrainische Sicherheitsbehörde SBU hat die Tätigkeit der Privatschule "Asgard" in Sumy ins Visier genommen. Im Fokus steht der dort erteilte Russischunterricht. Die Schule arbeitet nach dem "Rostok"-Programm und nutzt sowohl ukrainische als auch russische Lehrbücher. Laut der Gründerin Marina Korotka kommen im Unterricht gelegentlich sogar sowjetische und vorrevolutionäre Lehrwerke zum Einsatz.

Reaktionen und geplante Gesetzesverschärfung

Zu dem Fall äußerten sich die regionale Beauftragte für den Schutz der Staatssprache, Wiktorija Witer, und die Leiterin der Bildungsaufsicht in der Oblast Sumy, Alla Rjabucha. Sie stellten klar, dass die "Asgard"-Schule kein Teil des offiziellen allgemeinbildenden Systems ist. Diese Umstände sorgen für Besorgnis bei lokalen Politikern. So kritisierte die Abgeordnete des Bezirksrats, Anna Walevska, die ihrer Ansicht nach unzureichende Reaktion der SBU auf die öffentlichen Berichte über die Schule.

Parallel dazu liegt dem ukrainischen Parlament ein Gesetzentwurf vor, der Russischunterricht an Privatschulen verbieten will. Der Bildungsminister Oksen Lisowyj brachte die aktuelle Stimmung auf den Punkt:

„Wenn jemand keinen Zusammenhang zwischen einem Raketenangriff und der russischen Sprache erkennt, hat diese Person ein Problem mit dem Ursache-Wirkung-Prinzip.“ - Bildungsminister Oksen Lisowyj.

Diese Aussage unterstreicht die Dringlichkeit der Debatte vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges. Die Diskussion um die Privatschule "Asgard" hat eine breite gesellschaftliche Debatte über Sprachpolitik entfacht, deren Ausgang richtungsweisend sein könnte. Sie zeigt, wie eng Bildungsfragen und nationale Sicherheit in der Ukraine heute verknüpft sind. Die Entscheidung könnte die künftige Sprachenpolitik des Landes maßgeblich prägen, die zunehmend auch sicherheitspolitische Erwägungen einbezieht.


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