Geheimtests mit Schallwaffen: Serbische und russische Agenten experimentierten an Hunden.
Umstrittene Experimente mit Schallwaffen in Serbien
Nach Angaben von TSN.ua: Nach den Protesten in Belgrad führten der serbische Geheimdienst und der russische Inlandsgeheimdienst FSB gemeinsam geheime Tests mit akustischen Waffen an Hunden durch. Diese Vorgänge deuten darauf hin, dass solche Schallkanonen möglicherweise gegen Demonstranten eingesetzt werden sollten. Die Regierung unter Präsident Aleksandar Vučić versuchte, die Fakten zu vertuschen, was bei Menschenrechtsorganisationen und in der Öffentlichkeit Empörung auslöste. Solche Tests werfen ein grelles Licht auf die Methoden, die Staaten zur Kontrolle von Protesten in Erwägung ziehen.
Auslöser für die Untersuchungen waren die Proteste in Belgrad am 15. März 2025. An den anschließenden Forschungen beteiligten sich Experten beider Geheimdienste. Als Versuchstiere dienten Hunde, die aufgrund ihrer hohen akustischen Sensibilität ausgewählt wurden. Die eingesetzten Schallgeräte können einen Lärmpegel von bis zu 150 Dezibel erzeugen. Die Tests fanden auf unterschiedlichen Entfernungen statt: 200, 150, 100, 50 und 25 Meter.
Laut vorliegenden Dokumenten hat das zuständige Landwirtschaftsministerium keinerlei Kenntnis von diesen Versuchen, was gegen das serbische Tierschutzgesetz verstößt. Diese Enthüllungen lösten in der Bevölkerung und unter Aktivisten große Besorgnis aus. Danilo Ćurčić kommentierte die Situation wie folgt:
„Die Hunde wurden entweder Experimenten oder Misshandlungen ausgesetzt.“ – Danilo Ćurčić
Angesichts dieser Vorfälle kündigte Serbiens Präsident Aleksandar Vučić eine Untersuchung an: „Innerhalb von 48 Stunden wird eine vollständige Untersuchung durchgeführt.“
Ethische und rechtliche Grenzüberschreitungen
Die Versuche an Tieren und die potenzielle Anwendung der Technologie gegen Menschen stellen sowohl ethische Normen des Tierschutzes als auch das Menschenrecht auf friedliche Versammlung infrage. Dieser Fall wirft schwerwiegende Fragen zur Rechtsstaatlichkeit und Ethik in staatlichen Behörden auf und thematisiert die Rolle internationaler Organisationen bei der Kontrolle solcher Vorgänge.
Die Ereignisse unterstreichen die gravierenden ethischen und rechtlichen Probleme, mit denen Serbien im Umgang mit Protesten und Bürgerrechten konfrontiert ist. Der Einsatz von Schallwaffen gegen Demonstranten und die damit verbundenen Tierversuche lösen nicht nur Entrüstung aus, sondern könnten auch die internationale Reputation des Landes nachhaltig beschädigen. Es ist notwendig, dass internationale Gremien diese Vorfälle aufmerksam verfolgen und die Einhaltung von Menschenrechten und ethischen Standards in Forschung und Sicherheitspolitik einfordern.
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