Ungarns Außenminister räumt geheime Telefonate mit Lawrow ein – EU-Sanktionspolitik sei gescheitert.

Ungarns Außenminister räumt geheime Telefonate mit Lawrow ein – EU-Sanktionspolitik sei gescheitert
Ungarns Außenminister räumt geheime Telefonate mit Lawrow ein – EU-Sanktionspolitik sei gescheitert

Péter Szijjártó äußert sich zu durchgestochenen Gesprächen mit Russlands Chefdiplomaten

Nach Angaben von TSN.ua: Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó hat sich zu den veröffentlichten Inhalten seiner Telefonate mit Sergej Lawrow, dem russischen Außenminister, geäußert. Dabei übt er scharfe Kritik an den EU-Sanktionen gegen Russland und bezeichnet diese als gescheitert. Zudem wirft er ausländischen Geheimdiensten vor, mit ungarischen Journalisten zusammenzuarbeiten, und betont die Bedeutung internationaler Kontakte in der Diplomatie.

Erst kürzlich hatte Ungarn sich dafür eingesetzt, die EU-Sanktionen gegen Gulbahor Ismailowa, die Schwester des russischen Oligarchen Alischer Usmanow, aufzuheben. Dies hat die Aufmerksamkeit auf Budapests Rolle in der EU-Sanktionspolitik gelenkt. Laut einem Bericht der Washington Post soll Szijjártó während EU-Sitzungen heimlich im Kreml angerufen haben, was in einigen politischen Kreisen für Empörung sorgte. In einer vertraulichen Runde gab Szijjártó diese Anrufe bei Lawrow schließlich zu.

Konsequenzen des ungarischen Vorgehens

Fachleute warnen, dass solche Aktionen schwerwiegende Folgen für die ungarische Außenpolitik haben könnten. Péter Szijjártó erklärte wörtlich:

„Die Sanktionspolitik ist gescheitert“
. Ergänzend fügte er hinzu:
„Die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern ist ein untrennbarer Bestandteil der Diplomatie“
. Diese Aussagen zeigen, dass Ungarn trotz der Kritik anderer EU-Mitgliedstaaten weiterhin auf eine Neuausrichtung der Sanktionspolitik drängt.

Vor diesem Hintergrund könnte auch der slowakische Ministerpräsident Robert Fico in die Debatte über die Sanktionen einbezogen werden. Dies unterstreicht die wachsenden Spannungen innerhalb der Europäischen Union in Bezug auf die Russland-Politik und die Sanktionen insgesamt. Internationale Beobachter verfolgen die Entwicklungen in diesem Bereich weiterhin genau.

Das Vorgehen Ungarns unter Szijjártó deutet auf ein verstärktes Interesse an einer Überarbeitung der EU-Sanktionspolitik hin, was zu einer weiteren Spaltung unter den Mitgliedstaaten führen könnte. Die Beteiligung der Slowakei an diesen Diskussionen könnte auf die Entstehung neuer Bündnisse innerhalb der EU hindeuten, die eine Änderung des Kurses gegenüber Russland anstreben – mit potenziell langfristigen Auswirkungen auf die gesamte Außenpolitik der Union. Gleichzeitig dürfte diese Haltung Ungarns bei jenen Mitgliedsländern Besorgnis auslösen, die eine härtere Linie gegenüber Moskau befürworten.


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