Ukrainischer Außenminister kontert Orbáns 100-Jahre-Veto gegen EU-Beitritt.
Reaktion auf Orbáns umstrittene Äußerungen
Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat sich am 23. Januar auf seinem X-Kanal zu den provokativen Aussagen des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán geäußert. Orbán hatte erklärt, das ungarische Parlament werde einen EU-Beitritt der Ukraine in den nächsten 100 Jahren nicht unterstützen.
Sybiha bezeichnete Orbáns Ankündigung als 'zum Scheitern verurteilt'. In einer scharfen Erwiderung fügte er hinzu:
„Ihr Herr in Moskau wird diese 100 Jahre nicht überstehen, selbst wenn Sie bereit wären, ihm alle Organe zu transplantieren“- Andrij Sybiha. Die Spitzenpolitiker tauschen damit scharfe Worte in einer bereits angespannten Phase der Beziehungen aus.
Der ukrainische Minister kündigte zudem an, am Tag eines tatsächlichen EU-Beitritts der Ukraine werde eine Schlagzeile mit Orbáns Worten aufgehängt, um an 'die 100 Jahre Ihrer Lügen' zu erinnern.
Finanzhilfen und festgefahrene Positionen
Orbán hatte in seiner Rede auch auf die geplante EU-Finanzhilfe für die Ukraine Bezug genommen. Er erwähnte, dass der Union vorgeschwebt habe, der Ukraine 800 Milliarden Euro an Hilfen sowie weitere 700 Milliarden Euro über zehn Jahre zu gewähren. Dennoch bekräftigte er seine Ablehnung eines ukrainischen EU-Beitritts im Jahr 2027. Diese klare anti-ukrainische Haltung provozierte die scharfe Replik aus Kiew.
Die Beziehungen zwischen den beiden Nachbarstaaten sind seit langem belastet, vor allem im Kontext des russischen Angriffskrieges und der ukrainischen Bestrebungen zur europäischen Integration. Die jüngsten Äußerungen unterstreichen tiefe politische Gräben, die die künftige Zusammenarbeit beeinträchtigen könnten. Orbáns abweichende Haltung innerhalb der EU könnte weitere Debatten über die ukrainischen Beitrittsperspektiven auslösen, während die Union geschlossen handeln möchte.
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