Drei Jahre Haft für Wehrdienstverweigerer: Urteil in Lwiw.
Gerichtsurteil im Bezirk Sykhiv
Nach Angaben von TSN.ua: Ein Gericht im Lwiwer Stadtteil Sykhiv hat einen Mann aus der Region zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Der Angeklagte, ein gebürtiger Landkreis Sambir, hatte sich nach einer Musterung durch die Militärärztliche Kommission dem Wehrdienst entzogen. Im April 2025 war er zur Datenabgleichung in ein Territoriales Rekrutierungszentrum (TZK) bestellt worden. Dort unterzeichnete er am 22. April persönlich die sogenannte 'Kampf'-Einberufung.
Laut den Akten hätte sich der Mann am 10. Mai um 9:00 Uhr morgens an der Sammelstelle einfinden müssen, erschien jedoch nicht. Die Militärärztliche Kommission (VLC) hatte ihn zuvor für wehrdiensttauglich erklärt. Das Gericht sah seine Schuld nach Artikel 336 des Strafgesetzbuches der Ukraine als erwiesen an.
Strafe und rechtliche Folgen
Das Strafmaß beträgt drei Jahre Freiheitsentzug. Das Urteil wird rechtskräftig, sobald die Frist für einen möglichen Einspruch abgelaufen ist. Dieser Fall unterstreicht die konsequente strafrechtliche Verfolgung von Wehrdienstverweigerung in der Ukraine, die als Verstoß gegen die staatsbürgerliche Pflicht gewertet wird. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges und der allgemeinen Mobilmachung gewinnen solche Verfahren besondere Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Verteidigungsfähigkeit.
Die ukrainischen Behörden verschärfen derzeit ihre Maßnahmen, um die Erfüllung der Wehrpflicht angesichts der militärischen Notlage sicherzustellen. Urteile wie dieses dienen auch als abschreckendes Signal an andere potenzielle Dienstverweigerer.
Die Reaktion des Gerichts könnte somit auch als Warnung an andere verstanden werden und betont die Bedeutung der Pflichterfüllung gegenüber dem Staat.
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