Schatz aus der Tiefe: 3,5 Tonnen Yuan-Porzeman aus einem Schiffswrack des 14. Jahrhunderts geborgen.
Über 2350 Fragmente von blau-weißem Yuan-Porzellan entdeckt
Nach Angaben von TSN.ua: Nahe dem östlichen Eingang der Straße von Singapur haben Archäologen einen bedeutenden Fund gemacht. Aus einem im 14. Jahrhundert gesunkenen Handelsschiff, bekannt als das 'Temasek-Schiff', bargen sie zwischen 2016 und 2019 etwa 3,5 Tonnen Keramik. Diese Funde beleuchten die frühe Handelsgeschichte der Region. Der Großteil der gehobenen Artefakte sind über 2350 Bruchstücke des begehrten blau-weißen Porzellans aus der Yuan-Dynastie.
Einblicke in den historischen Seehandel
Das geborgene blau-weiße Porzellan allein wiegt rund 136 Kilogramm. Experten schätzen, dass das Schiff mindestens 300 solcher Schalen geladen hatte – ein Indiz für die beträchtlichen Handelsvolumina der Epoche. Untersuchungen ergaben, dass fast die Hälfte der gesamten Ladung aus Longquan-Celadon bestand, einer weiteren hochwertigen Keramikart. Die Datierung des Porzellans liefert präzise Anhaltspunkte: Da die typische blau-weiße Ware erst Ende der 1320er Jahre aufkam und Produktionsunterbrechungen in den 1350ern folgten, muss das Schiff zwischen etwa 1340 und 1352 gesunken sein. Diese zeitliche Eingrenzung ist für Historiker von großem Wert.
Der Fund unterstreicht Singapurs frühe Rolle als Knotenpunkt maritimer Handelsrouten. Die Artefakte sind mehr als nur Handelsware; sie zeugen von den intensiven kulturellen und wirtschaftlichen Verbindungen in Südostasien während der Yuan-Zeit. Solche Entdeckungen tragen maßgeblich dazu bei, das Puzzle der globalen Handelsgeschichte zu vervollständigen und bieten der maritimen Archäologie in der Region wertvolle Referenzpunkte.
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