Tödlicher Drohnentreffer in Kiewer Klinik: Vorwürfe gegen Personal nach unterlassener Evakuierung.
Vorwürfe nach tödlichem Angriff auf Kiewer Klinik
Nach Angaben von TSN.ua: In der ukrainischen Hauptstadt Kiew wirft ein tragischer Vorfall Fragen zur Sicherheit in Krankenhäusern auf. Am 5. Januar kam der Patient Dmytro Smashnyi in der Privatklinik «Medikom» ums Leben, nachdem ein russischer Drohneneinschlag das Gebäude im Stadtteil Obolon traf. Seine Ehefrau Nataliia Smashna wirft dem medizinischen Personal Fahrlässigkeit vor, weil es die Patienten trotz Luftalarm nicht in Sicherheit brachte. In der Nacht zum 5. Januar hielten sich 26 Patienten in der Klinik auf. Während 25 von ihnen evakuiert wurden, blieb ein Mann zurück – Dmytro Smashnyi. Der Angriff forderte ein Todesopfer und verletzte mindestens vier weitere Personen.
Die Witwe des Getöteten, Nataliia Smashna, äußerte sich empört über das Verhalten des Personals und betonte:
'Er vertraute sein Leben Ärzten an, die ihn heilen sollten'. Nataliia Smashna
Ihrer Ansicht nach hätte ihr Mann überleben können, wenn rechtzeitig gehandelt worden wäre: 'Mein Mann ist gestorben, aber das hätte nicht passieren müssen, wenn man ihn geweckt und in den Schutzraum gebracht hätte.'
Diese Darstellung wird von einem weiteren Augenzeugen gestützt. Jurij Radzievskyi, der sich während des Angriffs ebenfalls in der Klinik aufhielt, bestätigte, dass die Patienten nicht gewarnt wurden:
'Niemand hat sie geweckt, niemand hat sie vor dem Alarm gewarnt'. Jurij Radzievskyi
Der Vorfall hat in der ukrainischen Öffentlichkeit eine heftige Debatte über die Schutzpflicht von medizinischen Einrichtungen in Kriegszeiten ausgelöst. Gerade in Ballungszentren wie Kiew sind solche Einrichtungen permanent bedroht.
Kriegsrealität stellt Kliniken vor extreme Herausforderungen
Der Zwischenfall in der Klinik «Medikom» unterstreicht schmerzlich, wie kritisch die Einhaltung von Sicherheitsprotokollen in Krankenhäusern während eines Krieges ist. Die Situation in der Ukraine erfordert von Ärzten und Pflegepersonal eine ständige Alarmbereitschaft für Notfälle, da Patientenleben unmittelbar von ihren Entscheidungen abhängen können. Solche Vorfälle, bei denen Schutzmaßnahmen vernachlässigt werden, führen nicht nur zu tragischen Verlusten, sondern untergraben auch das öffentliche Vertrauen in die Sicherheit der medizinischen Versorgung unter Kriegsbedingungen.
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