Sprachstreit in Odessa: Englischlehrer wechselt wegen russischem Kind ins Russische.
Eklat im Online-Unterricht
Nach Angaben von Novyny.live: In einer Englischschule in Odessa ist es zu einem Eklat gekommen. Während einer Online-Stunde begann der Lehrer, den Unterrichtsinhalt auf Russisch zu wiederholen, weil ein Kind aus Russland teilnahm. Dies löste unter den anderen sieben ukrainischsprachigen Schülern Empörung aus. Die Mutter einer Schülerin, Wiktorija Stazenko, zog ihre Tochter daraufhin von der Schule ab.
Die Schulleitung der Total School entschuldigte sich für den Vorfall und erstattete die Kursgebühren zurück. Dieses Verhalten zeigt, dass die Verantwortlichen die Situation erkannt haben und den entstandenen Konflikt lösen wollten.
Wiktorija Stazenko: 'Wir leben in der Ukraine. Die ukrainische Sprache ist gesetzlich als Unterrichtssprache festgelegt; Englisch plus Ukrainisch – das ist normal und logisch; Russisch – nein. Nicht heute. Nicht jetzt.'
In den sozialen Medien wurde der Vorfall intensiv diskutiert, da er grundsätzliche Fragen der Sprachpolitik und Identität in der Ukraine berührt. Viele Nutzer unterstützten die Haltung von Wiktorija Stazenko und betonten, dass der Gebrauch der russischen Sprache im Unterricht angesichts des Krieges und der russischen Aggression inakzeptabel sei.
Der Fall unterstreicht die anhaltende Brisanz der Sprachenfrage in der Ukraine, besonders im Bildungsbereich. Eltern und Schüler äußern zunehmend Bedenken über den Einfluss des Russischen in ukrainischen Bildungseinrichtungen und fordern die Einhaltung des Gesetzes zur Staatssprache.
Solche Vorfälle könnten dazu führen, dass die Sprachpolitik in Bildungseinrichtungen überprüft und das Bewusstsein für den Schutz der ukrainischen Sprache in der aktuellen politischen Lage geschärft wird. Die Diskussion zeigt, wie emotional und politisch aufgeladen die Frage der Unterrichtssprache seit Beginn des Krieges ist.
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