Das Ende der atomaren Rüstungskontrolle: Auslaufen des letzten Abkommens.

Das Ende der atomaren Rüstungskontrolle: Auslaufen des letzten Abkommens
Das Ende der atomaren Rüstungskontrolle: Auslaufen des letzten Abkommens

Das Aus für New START

Nach Angaben von TSN.ua: Seit dem 5. Februar 2026 existieren keine verbindlichen Obergrenzen für strategische Atomwaffen mehr. An diesem Tag ist der letzte noch gültige Vertrag zur Kontrolle der Nukleararsenale der USA und Russlands, bekannt als New START (СНВ-3), außer Kraft getreten. Das Abkommen hatte die Anzahl der einsatzbereiten strategischen Gefechtsköpfe für jede der beiden Vertragsparteien auf maximal 1550 begrenzt.

Das System der nuklearen Rüstungskontrolle entstand nach der Kubakrise von 1962, einer der gefährlichsten Konfrontationen zwischen den USA und der UdSSR. Seitdem wurden über 80 % der weltweiten Atomwaffenarsenale abgebaut – ein Beleg für die früheren Abrüstungsbemühungen. Das Ende von New START stellt diese Errungenschaften nun infrage und könnte zu einer neuen Phase der Instabilität führen.

Folgen für die globale Sicherheitsarchitektur

Der US-Präsident Donald Trump lehnte einen russischen Vorschlag ab, die vertraglichen Beschränkungen vorübergehend aufrechtzuerhalten. Dies deutet auf einen möglichen Kurswechsel in der Nuklearpolitik beider Staaten hin. Die bisherige Vertragsarchitektur verfolgte mehrere zentrale Sicherheitsziele:

  • Berechenbarkeit und Spannungsreduzierung;
  • Transparenz durch Verifikation und Datenaustausch;
  • Verringerung des Anreizes für einen nuklearen Erstschlag;
  • Stabilisierung der bilateralen Beziehungen.

Die neue Situation nach dem Auslaufen des Vertrags bereitet der internationalen Gemeinschaft große Sorge, da sie die globale Sicherheit und strategische Stabilität untergräbt. Die Rückkehr zu einem Zustand ohne verbindliche Obergrenzen könnte ein neues Wettrüsten auslösen und das friedliche Zusammenleben der Staaten gefährden.

De facto bedeutet das Ende von New START, dass die USA und Russland ihre Atomwaffenarsenale nun frei ausbauen können, ohne an internationale Vorgaben gebunden zu sein. Dies erhöht nicht nur die Spannungen zwischen den beiden Großmächten, sondern hat auch globale Auswirkungen. Andere Staaten könnten veranlasst werden, ihre eigenen Nuklearprogramme zu intensivieren. Vor diesem Hintergrund ist es entscheidend, dass die internationale Gemeinschaft diese gefährliche Lücke erkennt und dringend neue Wege für einen Rüstungskontroll-Dialog sucht, um eine weitere Eskalation zu verhindern.


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