Fünf Jahre Haft für Soldaten: Kriegsdienstverweigerung aus Glaubensgründen.
Urteil in der Region Iwano-Frankiwsk
Nach Angaben von Novyny.live: Ein Gericht in der westukrainischen Region Iwano-Frankiwsk hat einen älteren Soldaten zu fünf Jahren Freiheitsentzug verurteilt. Der Mann war Ende 2024 mobilisiert worden und von einer militärärztlichen Kommission für diensttauglich erklärt worden. Seine Weigerung, einen militärischen Befehl aus religiöser Überzeugung zu befolgen, führte nun zu dieser schweren Strafe.
Im Dezember 2024 erhielt der Soldat den Kampfbefehl, als Fahrer Personal nach Slowjansk zu transportieren. Er verweigerte die Ausführung und berief sich darauf, ein Zeuge Jehovas zu sein. Zudem lehnte er die Annahme seines Soldes ab. Diese Handlungen bildeten die Grundlage für die Anklage.
Glaube schützt nicht vor Gefängnisstrafe
Seine religiösen Überzeugungen bewahrten ihn nicht vor einer realen Haftstrafe. Das Gericht verhängte fünf Jahre Freiheitsentzug. Der Verurteilte hat nun 30 Tage Zeit, Berufung einzulegen. Während des Prozesses äußerte er gegenüber dem Gericht:
„Ich bin kein Soldat – ich bin der Angeklagte.“
Dieser Fall ist ein bedeutendes Signal im Spannungsfeld zwischen Glaubensfreiheit und militärischen Pflichten in der Ukraine, insbesondere unter Kriegsbedingungen. Solche Präzedenzfälle können künftige Gerichtsentscheidungen beeinflussen und eine Debatte über die Rechte von Soldaten und die Grenzen der Religionsfreiheit in Ausnahmesituationen anstoßen. Die Situation verdeutlicht die schwierige Abwägung zwischen der Erfüllung der Wehrpflicht und der Wahrung persönlicher Überzeugungen in einer extremen Ausnahmelage.
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