Monobank-Mitgründer steht unter Druck: Anwältin fordert Entschuldigung und Schadenersatz.

Monobank-Mitgründer steht unter Druck: Anwältin fordert Entschuldigung und Schadenersatz
Monobank-Mitgründer steht unter Druck: Anwältin fordert Entschuldigung und Schadenersatz

Rechtliche Auseinandersetzung um Oleg Gorochowski

Nach Angaben von TSN.ua: Oleg Gorochowski, Mitbegründer der ukrainischen Digitalbank Monobank, sieht sich rechtlichen Forderungen gegenüber. Auslöser ist die Veröffentlichung eines Fotos der 19-jährigen Kundin Karina Kolb. Die Anwaltskanzlei Addati Group, die die junge Frau vertritt, hat ein Ultimatum gestellt. Verlangt werden:

  • eine öffentliche Entschuldigung;
  • die Richtigstellung der verbreiteten Informationen;
  • eine finanzielle Entschädigung;
  • die Freigabe ihres gesperrten Kontos.

Der Vorfall ereignete sich während einer Video-Identitätsprüfung. Sowohl die Anwälte als auch die betroffene Kundin zeigen sich empört über das Vorgehen des Bankmitgründers.

Reaktionen der Anwaltskanzlei und der ukrainischen Nationalbank

Die Juristen von Addati Group haben klargestellt, dass sie notfalls vor Gericht ziehen und weitere rechtliche Schritte einleiten werden, falls keine außergerichtliche Einigung erzielt wird. Sie kritisierten zudem den Kommunikationsstil von Gorochowski in den vergangenen Tagen scharf. Dies unterstreicht die Ernsthaftigkeit des Falls und die Entschlossenheit des Rechtsteams, die Interessen von Karina Kolb mit allen legalen Mitteln zu verteidigen.

Auch die ukrainische Nationalbank hat auf den Vorfall reagiert und eine Überprüfung des Handelns von Oleg Gorochowski eingeleitet. Dieser Schritt verdeutlicht das potenzielle Ausmaß des Konflikts, der sowohl den Ruf der beteiligten Person als auch die gesamte Bank betreffen könnte. Die Forderungen der Anwälte – öffentliche Abbitte, Widerruf, Schmerzensgeld und Kontofreigabe – zeigen die angespannte Lage und die Schwere des anhaltenden Streits.

Der Konflikt könnte weitreichende Folgen für Gorochowski persönlich und für Monobank haben. Reputationsschäden dieser Art können das Kundenvertrauen in das Finanzinstitut nachhaltig erschüttern. Das Eingreifen der Nationalbank ist ein starkes Signal, dass der Fall ernst genommen wird. Ein mögliches Gerichtsurteil könnte zudem einen Präzedenzfall für andere Geldhäuser im Bereich des Verbraucherschutzes schaffen. Hintergrund des Streits ist die zunehmende Sensibilität für Datenschutz und Privatsphäre bei digitalen Bankdienstleistungen.


Lesen Sie auch

Werbung