Wer zahlt mehr für die Ukraine? US-Vorwürfe an Europa wegen Russland-Finanzierung.
US-Finanzminister kritisiert europäische Partner
Nach Angaben von TSN.ua: Die USA werfen europäischen Ländern vor, die russische Aggression in der Ukraine indirekt zu finanzieren. Finanzminister Scott Bessent betonte die vergleichsweise größeren wirtschaftlichen Opfer der USA und verwies auf die strikten Maßnahmen Washingtons gegen russisches Öl. Konkret führte er die Einführung eines 25-Prozent-Zolls auf den Import russischen Öls nach Indien an, der die Finanzierung von Russlands Kriegsmaschinerie eindämmen soll.
Indische Raffinerien und ein europäisches Handelsabkommen
Trotz dieser Maßnahmen fließt russisches Rohöl weiter nach Indien, wo es verarbeitet wird. Gleichzeitig haben europäische Staaten ein Handelsabkommen mit Indien unterzeichnet, was in den USA auf Unverständnis stößt. Scott Bessent kommentierte scharf:
„Wir haben einen 25-Prozent-Zoll auf russisches Öl für Indien eingeführt. Und was passierte letzte Woche? Die Europäer haben ein Handelsabkommen mit Indien unterzeichnet.“ - Scott Bessent
Er kritisierte zudem die europäische Bürokratie scharf und bezeichnete Europa als ein 'regulatorisches Sumpfgebiet, errichtet auf Bürokratie und einem Dickicht von Vorschriften, das wirtschaftliche Aktivität erstickt'. Die Lage bei der Finanzierung Russlands und der Unterstützung der Ukraine bleibt somit angespannt, wobei die USA ihre eigenen Schritte als entschlossener bewerten.
Diese Kritik aus Washington unterstreicht die wachsenden Spannungen im transatlantischen Bündnis bezüglich der Ukraine-Hilfe und der Bekämpfung der russischen Aggression. Das europäisch-indische Handelsabkommen, das zeitgleich zu den neuen US-Zöllen geschlossen wurde, offenbart unterschiedliche Ansätze bei den Wirtschaftssanktionen. Diese Divergenz erschwert die gemeinsamen internationalen Anstrengungen gegen Russland und bleibt ein zentrales Thema der globalen Politik, das die künftige Zusammenarbeit belasten könnte.
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