Neue Steuer auf Einnahmen aus digitalen Plattformen: Das ändert sich ab 2027.
Ukrainisches Parlament verabschiedet Gesetzentwurf Nr. 15111-d
Nach Angaben von Novyny.live: Am 9. Juni stimmte die Werchowna Rada mit 241 Abgeordneten für den Gesetzentwurf Nr. 15111-d, der die Besteuerung von Einkünften aus digitalen Plattformen regelt. Die neuen Regelungen treten frühestens im Januar 2027 in Kraft. Dieser Schritt ist eine Auflage des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Rahmen seines Programms für die Ukraine.
Steuersatz und Freigrenzen im Überblick
Künftig müssen Online-Plattformen eine Quellensteuer von 10 Prozent auf die erzielten Einnahmen einbehalten. Der Militärzuschlag auf solche digitalen Erträge entfällt dagegen vollständig. Zum Vergleich: Bislang zahlen Bürger 18 Prozent Einkommensteuer plus 5 Prozent Militärsteuer, was einer Gesamtbelastung von 23 Prozent entspricht. Ziel der Reform ist es, die Steuerabwicklung für Nutzer digitaler Dienste zu vereinfachen.
Der Gesetzentwurf sieht zudem eine Freigrenze von 2000 Euro pro Jahr für den Verkauf von Waren über Internetplattformen vor. Diese Regelung soll kleinen Unternehmen und Einzelunternehmern die Geschäftstätigkeit erleichtern. Erfasst werden sowohl ukrainische als auch internationale digitale Dienste – ein Signal für die Integration des Landes in den globalen digitalen Raum.
Bereits am 28. Mai hatte das Parlament in erster Lesung Änderungen am Staatshaushalt für 2026 gebilligt. Durch die neuen Vorschriften steigen die Staatseinnahmen um mehr als 2,2 Billionen Griwna. Dies unterstreicht, wie wichtig die Gesetzesänderungen für die finanzielle Stabilität und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes sind.
Die Verabschiedung dieses Gesetzes könnte die Steuerlandschaft in der Ukraine grundlegend verändern – insbesondere für kleine Unternehmer, die digitale Plattformen nutzen.
Die Senkung der Steuerlast und die Vereinfachung der Geschäftsbedingungen könnten den E-Commerce ankurbeln und Investitionen in diesen Sektor fördern. Zudem dürfte die Erfüllung der IWF-Auflagen langfristig zur wirtschaftlichen Stabilität des Landes beitragen.
Lesen Sie auch
- 16 Jahre Gehalt für eine Wohnung: Prag ist Europas teuerste Stadt für Immobilienkäufer
- Höhere Gasrechnungen drohen: Was Verbraucher in Deutschland jetzt wissen müssen
- Neumond in den Zwillingen: Diese vier Sternzeichen winken neue Geldchancen
- Personalmangel in Russland: Selbst Millionen Rubel können die Kriegsniederlage nicht abwenden
- Gas- und Stromanschluss in der Ukraine: Die wahren Kosten für die Versorgung
- Russland gehen die Geldquellen aus: Experte warnt vor neuen Steuern und Reformen bis 2026

