Trotz Sanktionen: Russischer Öltanker mit 730.000 Barrel erreicht Kuba – USA lassen ihn passieren.
US-Regierung genehmigt Öllieferung nach Havanna
Nach Angaben von Novyny.live: Die Vereinigten Staaten haben dem russischen Tanker 'Anatolij Kolodkin' die Einfahrt nach Kuba gestattet. An Bord befinden sich rund 730.000 Barrel Rohöl – trotz der gegen Russland verhängten Sanktionen und der seit Jahrzehnten bestehenden US-Blockade gegen die Insel. Der Tanker stach bereits am 9. März im russischen Primorsk in See und liegt nun nahe der kubanischen Hoheitsgewässer. Schätzungen zufolge könnte er noch am Montagabend den Hafen von Matanzas erreichen.
Eigentümer des Tankers ist die Reederei 'Sowkomflot', die seit 2024 auf der US-Sanktionsliste steht. Dennoch verzichtete die Regierung unter Donald Trump darauf, das Schiff zu stoppen. Dieser Schritt hat in Washington eine Debatte über die widersprüchliche Politik gegenüber Russland und Kuba ausgelöst.
„Wir haben nichts dagegen, wenn jemand ein ganzes Schiff bekommt – sie müssen schließlich überleben.“ – Donald Trump
Geopolitische Verflechtungen und regionale Energieversorgung
Moskau unterstützt Havanna weiterhin politisch und wirtschaftlich und bezeichnet die gegen Kuba verhängten Restriktionen als unrechtmäßig. Der aktuelle Fall verdeutlicht, wie eng energiepolitische und strategische Interessen in der Region miteinander verwoben sind.
Die Entscheidung der USA zeigt, wie politische Erwägungen direkte Auswirkungen auf die Energieversorgung sanktionierter Staaten haben können. Dass die Lieferung trotz der Sanktionen genehmigt wurde, könnte als Signal gewertet werden, die wirtschaftlichen Bande zwischen Russland und Kuba nicht vollständig zu kappen. Gleichzeitig riskiert Washington damit Spannungen mit seinen eigenen Partnern in der Region, denn die anhaltende Zusammenarbeit zwischen Kuba und Russland untergräbt die westlichen Bemühungen, Moskau international zu isolieren.
Lesen Sie auch
- US-Rolle im Fokus: Wie ein Brief an Putin die diplomatische Bühne verändert
- Trump gibt grünes Licht für Gipfel zwischen Selenskyj und Putin: Friedensangebot nach Moskau geschickt
- KI treibt USA und China in Taiwan-Krise: Simulation deckt gefährliche Eskalationsrisiken auf
- US-Präsident Trump befürwortet Gipfeltreffen zwischen Selenskyj und Putin
- Rubio kündigt 400 Millionen Dollar für die Ukraine an: Kann das Russlands Haltung beeinflussen?
- Wie die Ukraine ihre Präsenz im Nahen Osten ausbaut – und sich gegen die russisch-iranische Bedrohung stellt

