14. Juni als Termin genannt: Was hinter der angekündigten Einigung zwischen den USA und dem Iran steckt.
Ankündigung und Dementi: Die widersprüchlichen Signale zum US-iranischen Abkommen
Nach Angaben von Espreso.tv: Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif und der frühere US-Präsident Donald Trump haben öffentlich gemacht, dass am 14. Juni eine Vereinbarung zwischen Washington und Teheran unterzeichnet werden soll. Das iranische Außenministerium wies dieses konkrete Datum jedoch umgehend zurück. Der vorgeschlagene Deal sieht vor, die Blockade der Straße von Hormus aufzuheben und eingefrorene iranische Vermögenswerte freizugeben – im Gegenzug soll der Iran sein Atomprogramm zurückfahren. Israel zeigte sich bereits verstimmt über eine mögliche Annäherung zwischen den USA und dem Iran.
Einzelheiten des Abkommens und internationale Stimmen
Am 13. Juni traten Sharif und Trump mit der Nachricht an die Öffentlichkeit, dass die Unterzeichnung für den Folgetag geplant sei. Diese Angabe wurde später dementiert. Die diskutierte Übereinkunft beinhaltet die Öffnung der Straße von Hormus sowie die Aufhebung der US-amerikanischen Seeblockade. Im Rahmen dieser Einigung sollen die USA damit beginnen, iranische Guthaben freizugeben und die Sanktionen gegen den Export von iranischem Öl zu streichen. Die Atomfrage soll in einem separaten, auf 60 Tage angesetzten Verhandlungsblock behandelt werden.
Die Auseinandersetzung zwischen Washington und Teheran dauert bereits mehr als 100 Tage an. Zur Einordnung: Am 11. Mai wurde ein Telefonat zwischen Trump und dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu bestätigt. Am 28. Februar 2026 führten die USA und Israel unter dem Codenamen ‚Epic Fury‘ Angriffe gegen den Iran durch. Am 13. April verhängten die USA eine vollständige Seeblockade über iranische Häfen, und am 17. April wurde eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran vereinbart.
Donald Trump erklärte: ‚Das ist ein großartiger Deal, und es ist Zeit, diesen Krieg zu beenden.‘
Obwohl Israel nicht Vertragspartei des Memorandum of Understanding ist, dankte Premierminister Netanjahu Präsident Trump für dessen Bemühungen. Gleichzeitig betonte der israelische Politiker Avigdor Lieberman, dass ‚100 % der Verantwortung‘ für die Lage bei Benjamin Netanjahu liege.
Die widersprüchlichen Aussagen zeigen, wie komplex die diplomatischen Beziehungen in der Region sind, insbesondere vor dem Hintergrund der langjährigen Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Sollte die Einigung tatsächlich zustande kommen, könnte sie die geopolitische Lage grundlegend verändern. Allerdings deuten das Dementi des Unterzeichnungsdatums und die israelische Kritik darauf hin, dass eine Einigung noch auf erhebliche Hindernisse stößt und neue Konflikte heraufbeschwören könnte.
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