Eltern haften für ihre Kinder: Diese Bußgelder drohen ab 2026.
Wenn der Nachwuchs teuer wird: Neue Sanktionen für Eltern
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine müssen sich Eltern künftig auf strengere Sanktionen einstellen, wenn sie ihre Aufsichts- und Erziehungspflichten vernachlässigen. Die gesetzliche Grundlage bildet Artikel 184 des Verwaltungsrechts (KUpAP), der finanzielle Strafen für Verfehlungen im Zusammenhang mit der Erziehung und schulischen Ausbildung von Kindern vorsieht.
So hoch können die Geldstrafen ausfallen
Ab Februar 2026 riskieren Eltern, die ihren Kindern den Schulbesuch verwehren, ein Bußgeld von 850 bis 1.700 Hrywnja. Bei einem wiederholten Verstoß innerhalb eines Jahres kann sich die Strafe auf 1.700 bis 5.100 Hrywnja erhöhen. Für rechtswidrige Handlungen von 14- bis 16-jährigen Kindern sind ebenfalls 850 bis 1.700 Hrywnja fällig. Begeht ein Kind eine Straftat, für die es aufgrund seines Alters noch nicht haftbar gemacht werden kann, müssen die Eltern mit einer Geldbuße zwischen 1.700 und 5.100 Hrywnja rechnen.
Weitere Tatbestände, die zu Sanktionen führen können, sind:
- Missachtung von Auflagen des Jugendamtes zur Erziehung Minderjähriger (1.700 - 2.550 Hrywnja);
- vorsätzliche Überschreitung der genehmigten Auslandsaufenthaltsdauer des Kindes (1.700 - 3.400 Hrywnja);
- das Herbeiführen eines Rauschzustands bei einem Minderjährigen (102 - 136 Hrywnja).
Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der Meldeadresse. Diese muss für ein Neugeborenes innerhalb von drei Monaten nach der Geburt angemeldet werden. Bei einem Umzug muss die neue Adresse des Kindes bis zu dessen 14. Lebensjahr innerhalb von 30 Tagen registriert werden. Verstöße gegen diese Meldepflicht können gemäß Artikel 197 KUpAP mit einer Geldstrafe von 17 bis 51 Hrywnja geahndet werden, wenn sich der Fehler innerhalb eines Jahres wiederholt.
Die geplante Reform unterstreicht den gestiegenen Stellenwert des Kindeswohls in der ukrainischen Gesetzgebung. Sie zielt darauf ab, die Verantwortung der Eltern für die Erziehung und den Schutz ihrer Kinder zu stärken und deren Recht auf Bildung und eine gesunde Entwicklung zu gewährleisten. In einer Zeit, in der die Rechte von Kindern international immer mehr in den Fokus rücken, setzt die Ukraine mit diesen konkreten finanziellen Sanktionen einen klaren rechtlichen Rahmen.
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