Ab 2026: Deutlich höhere Strafen für Wildfischerei in der Ukraine.
Neue Bußgelder für illegale Fischerei in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Regierung hat schärfere Sanktionen gegen Wildfischerei beschlossen. Mit der Verordnung Nr. 1042 des Ministerkabinetts werden ab dem Jahr 2026 die Geldstrafen für illegal gefangenen Fisch deutlich angehoben. Je nach Fischart müssen Verantwortliche dann zwischen 1.564 und 7.225 Hrywnja zahlen. Bei schwerwiegenden Verstößen gegen die Fischereiregeln kann zudem das Fanggerät konfisziert werden. Diese Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Strategie zum Schutz der heimischen Gewässer.
Bußgeldkatalog für verschiedene Vergehen
Bei einfachen Verstößen gegen die Fischereivorschriften droht zunächst eine Verwarnung oder eine Geldstrafe zwischen 34 und 170 Hrywnja. Für schwerwiegendere Regelbrüche sind Bußgelder von 340 bis 680 Hrywnja vorgesehen. Wer verbotene Fanggeräte herstellt, lagert, bewirbt oder verkauft, muss mit einer Strafe in Höhe von 1.700 Hrywnja rechnen. Verursacht die Tat einen erheblichen Schaden, greift das Strafrecht: Hier können Geldstrafen von 17.000 bis 51.000 Hrywnja verhängt werden. Die höchste Strafe von bis zu 85.000 Hrywnja ist für den Fischfang mit Sprengstoff oder Gift vorgesehen.
Die Höhe des Schadenersatzes für illegal entnommene Fische richtet sich nach der Art. Konkret sieht die Regelung folgende Beträge vor:
- Wels — 5.117 Hrywnja;
- Flusskrebs — 3.332 Hrywnja;
- Hecht — 3.468 Hrywnja;
- Karpfen (Wildform) — 3.706 Hrywnja;
- Zander — 3.587 Hrywnja;
- Kaulbarsch — 3.162 Hrywnja;
- Forelle — 7.225 Hrywnja;
- Brasse und Weißfische — je 1.649 Hrywnja;
- Schleie und Gründling — je 1.598 Hrywnja;
- Silber- und Marmorkarpfen — 3.638 Hrywnja;
- Ukelei, Rotfeder und Güster — je 1.564 Hrywnja;
- Ziege, Zobel, Silberkarausche und Frauennerfling — je 1.581 Hrywnja.
Ziel der Reform ist es, die Verantwortung der Angler zu erhöhen und die Fälle von Wilderei in der Ukraine zu reduzieren. Die drastisch erhöhten Bußgelder sind ein zentraler Baustein der staatlichen Bemühungen, die Wasserressourcen und die biologische Vielfalt zu erhalten. Für viele Angler könnte dies bedeuten, dass sie ihr Hobby künftig noch sorgfältiger ausüben müssen, um hohe finanzielle Verluste zu vermeiden. Langfristig soll so eine nachhaltigere Nutzung der ukrainischen Gewässer erreicht werden.
Lesen Sie auch
- Staatliche Unterstützung für Kinder ohne Unterhalt: Höchstbeträge der Zahlungen
- Pflege von Angehörigen mit Behinderung: Wann wehrpflichtige Ukrainer vom Militärdienst freigestellt werden können
- Mehr als 2.600 Bewerbungen für „Tausend Frühlinge“: Selenskyj erklärt Kultur zur Waffe
- Unwetter über Lemberg: Gewitter und Regen für den 12. Juni angesagt
- Auch nach der Wiederanmeldung können Studierende immer noch eine Stundung erhalten: So bringen Sie Ihren Fall vor Gericht
- Doppelt zahlen für Heizung: Warum Kiewer Haushalte erneut zur Kasse gebeten werden

