Deutlich höhere Strafen für Schwarzarbeit: Das müssen Unternehmen jetzt zahlen.
Bußgelder für illegale Beschäftigung deutlich erhöht
Nach Angaben von Novyny.live: Seit 2026 gelten in der Ukraine drastisch verschärfte Sanktionen für nicht angemeldete Beschäftigung. Diese Maßnahme ist eine Reaktion auf zahlreiche Verstöße, die die Steuerbehörden während des Kriegsrechts feststellen. Zu den häufigsten Vergehen zählen:
- Der Verkauf verbrauchsteuerpflichtiger Waren ohne fiskalische Belege;
- Das Betreiben eines Geschäfts ohne Registrierkasse;
- Die Beschäftigung von Arbeitskräften ohne offiziellen Arbeitsvertrag.
Bei erstmaligem Verstoß erhalten Einzelunternehmer, die nach dem vereinfachten Steuersystem arbeiten, zunächst eine Verwarnung gemäß Artikel 265 des Arbeitsgesetzbuches. Bei wiederholten Verstößen droht jedoch ein Bußgeld in Höhe von 30 Mindestlöhnen, was 2026 einem Betrag von 259.410 Hrywnja entspricht. Für Unternehmer, die dem allgemeinen Besteuerungssystem unterliegen, beträgt die Strafe 10 Mindestlöhne, also 86.470 Hrywnja. Der gesetzliche Mindestlohn liegt 2026 bei 8.647 Hrywnja. Diese drastischen Erhöhungen zielen darauf ab, die Schattenwirtschaft einzudämmen, die dem Staat in einer Krisenzeit erhebliche Steuereinnahmen entzieht.
Mehr staatliche Kontrollen und Pflichten für Arbeitgeber
Illegale Beschäftigung steht nach wie vor ganz oben auf der Liste der Unternehmensverstöße, was strengere staatliche Kontrollen notwendig macht. Der jährliche Prüfungsplan wird spätestens am 1. Dezember des Vorjahres festgelegt, was Unternehmen eine gewisse Vorbereitungszeit lässt.
Um hohe Strafzahlungen zu vermeiden, sollten Unternehmer folgende grundlegende Regeln beachten:
- Eine schriftliche Bewerbung und einen Einstellungsbeschluss vorlegen;
- Einen Arbeitsvertrag mit dem Angestellten unterzeichnen;
- Die Einstellung des Mitarbeiters beim Steueramt melden;
- Lohnsteuern korrekt berechnen und abführen;
- Alle angeforderten Unterlagen auf Verlangen des Staatlichen Dienstes der Ukraine für Arbeit vorlegen.
Die neuen Bußgelder sind Teil der staatlichen Anstrengungen, die Schattenwirtschaft zu bekämpfen und die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten im Land zu gewährleisten.
Die Erhöhung der Strafen für Schwarzarbeit spiegelt eine deutliche Verschärfung der staatlichen Aufsicht im Arbeitsrecht wider, insbesondere unter den Bedingungen des Kriegsrechts. Diese Entscheidung zielt nicht nur auf eine bessere Gesetzesbefolgung ab, sondern dient auch dem Schutz der Arbeitnehmer, die oft dem Risiko der Ausbeutung ausgesetzt sind.
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