Fünf Jahre Haft für Beamtin nach Propaganda-Äußerungen in Telegram.
Urteil gegen Staatsdienerin in Odessa
Nach Angaben von Novyny.live: Eine Beamtin in Odessa ist wegen der Rechtfertigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine in privaten Chats verurteilt worden. Die in Potsdam, Deutschland, geborene Frau gestand ihre Schuld ein und schloss eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft. In den Nachrichten, die sie im November 2024 über den Messenger Telegram verschickte, verwendete sie Formulierungen wie 'Spezialoperation' und unterstützte die These vom 'Sturz des Kiewer Regimes'.
Gerichtsverhandlung und Strafmaß
In der Gerichtsverhandlung am 19. Februar 2026 schloss die Angeklagte einen Deal, in dem sie sich schuldig bekannte. Das Gericht verhängte eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren. Unter Berücksichtigung der Umstände des Falls wurde die Strafe jedoch zur Bewährung ausgesetzt, die Bewährungszeit beträgt zwei Jahre. Solche Verfahren zeigen, wie das ukrainische Rechtssystem auf Propaganda reagiert, die den Angriffskrieg verharmlost.
Freiwillig und im Rahmen der Vereinbarung überwies sie zudem 20.000 Hrywnja zur Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte. Eine ihrer Äußerungen, die in die Akten aufgenommen wurde, lautete:
'Und die Spezialoperation – das ist der Sturz des Kiewer Regimes.'Dieser Fall unterstreicht die Bedeutung des Vorgehens gegen Propaganda und der Unterstützung von Aggression in der Ukraine. Geständnisse und Absprachen mit der Anklage können, wie hier, zu einer Strafmilderung führen und sind Teil der Aufarbeitung.
Das Urteil macht deutlich, wie die ukrainische Justiz auf Handlungen reagiert, die den Kriegsbeginn verzerren und legitimieren. Solche Verfahren sind ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Desinformation und für die nationale Sicherheit der Ukraine, besonders in Zeiten anhaltender hybrider Bedrohungen.
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