Elektronische Fußfessel entfernt: Gericht lockert Haftbedingungen für Odessas Ex-Bürgermeister Truchanow.
Persönliche Verpflichtung statt Hausarrest
Nach Angaben von Novyny.live: Das Bezirksgericht Petschersk in Kiew hat am 21. Januar 2023 die Sicherungsmaßnahme für den ehemaligen Bürgermeister von Odessa, Hennadij Truchanow, geändert. Anstelle des Hausarrests, der bis zum 28. Januar 2023 andauern sollte, wurde ihm nun eine persönliche Verpflichtung auferlegt. Im Zuge dessen wurde die elektronische Fußfessel entfernt.
Vorwürfe der Amtspflichtverletzung nach verheerender Flut
Gegen Truchanow wird wegen Dienstfahrlässigkeit im Zusammenhang mit dem verheerenden Hochwasser in Odessa im Herbst 2025 ermittelt. Die Anklage wirft ihm und weiteren Amtsträgern vor, durch ihr Handeln oder Unterlassen die Katastrophe mitverursacht zu haben. Zu den Mitbeschuldigten zählen:
- Walerij Silin
- Hanna Posdnjakowa
- Wadim Todijtschuk
- Ihor Poschtarenko
- Jurij Kamyschnyj
- Tschistjakow
- Leonid Hrebenjuk
- Wolodymyr Charischtschak
Die Gerichtsentscheidung stieß in der Öffentlichkeit auf geteiltes Echo, da die Frage der Verantwortung von Amtsträgern nach solchen Krisen hochsensibel ist. Die Lockerung der Haftauflagen für einen der Hauptbeschuldigten wird kritisch beobachtet. Truchanow muss sich nun an die strengen Auflagen seiner persönlichen Verpflichtung halten.
Der Fall unterstreicht die immense Bedeutung einer lückenlosen Aufklärung bei Verfehlungen im Amt, insbesondere wenn die Sicherheit der Bürger auf dem Spiel steht. Die weitere Entwicklung des Verfahrens wird als Gradmesser für die Glaubwürdigkeit des ukrainischen Justizsystems gewertet werden. Die Öffentlichkeit erwartet eine konsequente Aufarbeitung, um das Vertrauen in staatliche Institutionen zu stärken.
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