Europäische Herkunft einer antiken Skulptur in Mexiko durch Thermolumineszenzdatierung bestätigt.
Datierung mittels Thermolumineszenz
Nach Angaben von TSN.ua: Eine 1933 nahe Mexiko-Stadt entdeckte Terrakotta-Skulptur wurde nun wissenschaftlich untersucht: Die Thermolumineszenzdatierung deutet auf einen europäischen Ursprung hin. Das als 'Kopf von Tecaxic-Calixtlahuaca' bekannte Stück lag in einer versiegelten Grabstätte, zusammen mit Keramikscherben, Goldschmuck, Knochenobjekten und Bergkristallfragmenten.
Erkenntnisse der Analyse
Die Altersbestimmung ergab eine Entstehungszeit zwischen dem 9. Jahrhundert v. Chr. und dem 13. Jahrhundert n. Chr. Bereits 1961 vermutete der österreichische Anthropologe Robert Heine-Geldern eine Datierung um 200 v. Chr. Der deutsche Archäologe Bernard Andreae erklärte 1990, die Büste sei 'zweifellos römisch'. Die Thermolumineszenzdatierung untermauert nun die These einer europäischen Herkunft.
Dieses Ergebnis eröffnet neue Perspektiven für die Erforschung kultureller Verbindungen zwischen alten Zivilisationen. Der Fund solcher Objekte könnte auf einen historischen Einfluss europäischer Kultur in Mexiko hindeuten.
Der Artefakt könnte eine zentrale Rolle in Studien zur Interaktion zwischen den antiken Kulturen Europas und Amerikas spielen. Ein besseres Verständnis seiner Herkunft könnte unser Bild von Geschichte und kulturellem Austausch in prähistorischer Zeit verändern und das Interesse an archäologischen Arbeiten in der Region steigern. Jede neue Entdeckung auf diesem Gebiet hilft, vergangene Zusammenhänge zu rekonstruieren und zu klären, wie verschiedene Zivilisationen einander beeinflussten.
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