Erstes Dreiergespräch seit Kriegsbeginn: Ukraine, Russland und USA tagen in Abu Dhabi.
Dreiparteiengespräche in Abu Dhabi
Nach Angaben von TSN.ua: In Abu Dhabi haben erstmals seit Ausbruch des Krieges vor fast vier Jahren hochrangige Vertreter der Ukraine, Russlands und der USA zusammengesessen. Dieser diplomatische Vorstoß folgte auf intensive Vorbereitungen: US-Beamte hatten zuvor in Moskau fast vier Stunden lang mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin beraten.
Die Reise von der russischen Hauptstadt in die Vereinigten Arabischen Emirate dauerte anschließend etwa fünf Flugstunden. Die Mission des US-Sondergesandten Steve Whitcoff, der bereits am 22. Januar nach Russland gereist war, war Teil der umfangreichen Vorbereitungen für dieses trilaterale Treffen.
Ein schwieriger Verhandlungsprozess
Die Gespräche mit den Washingtoner Vertretern in Moskau wurden als 'konstruktiv und äußerst offen' beschrieben. Ein amerikanisches Insider-Zitat relativiert diesen Eindruck jedoch deutlich:
„Die derzeitige Diplomatie ist ein Farce. Sie entspricht nicht der Realität.“
Unter den Teilnehmern der Gespräche in den VAE kursieren Informationen, die auf ein begrenztes Vertrauen hindeuten: Demnach genießt von den Mitarbeitern im Büro des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nur Kirill Budanow ernsthafte Anerkennung bei amerikanischen Militär- und Geheimdienstkreisen. Ein Gesprächspartner der Publikation bestätigte:
„Budanow ist der einzige aus Selenskyjs Umfeld, den sie ernst nehmen.“
Das Treffen in Abu Dhabi eröffnet zwar neue Möglichkeiten für einen weiteren Dialog zwischen den Konfliktparteien, unterstreicht aber gleichzeitig die enorme Komplexität der Beziehungen zwischen der Ukraine, Russland und den USA. Solche Gespräche sind ein wichtiger Schritt zur Wiederaufnahme diplomatischer Kontakte, die durch den Krieg massiv belastet wurden. Sie zeigen den Willen, nach Wegen zum Frieden zu suchen, machen aber auch die bestehenden Unsicherheiten und Hindernisse deutlich. Die Berichte über die besondere Stellung Kirill Budanows könnten auf Verschiebungen in der ukrainischen Militärstrategie und der Zusammenarbeit mit US-Partnern hindeuten, was künftige Entscheidungen im Konflikt beeinflussen könnte.
Lesen Sie auch
- Budanow fordert Bestrafung für Ökozid: Drei Jahre nach der Sprengung des Kachowka-Staudamms
- Neuer Präsidialrat unter Leitung von Budanow: Diese Aufgaben hat das Gremium
- Syrskyj würdigt Journalisten zum Berufstag: Euer Einsatz ist von besonderer Bedeutung
- Wie Kyrylo Budanow das Präsidialamt zu einer Schaltzentrale umbaut – das sind die Neuerungen
- Sicherheitsgespräche in Polen: Budanow und die Ehrung der UPA-Helden für Spezialeinheiten
- Größter Gefangenenaustausch seit Monaten: 186 Ukrainer kehren zurück

