In Europa wurde die Rückkehr von männlichen Wehrpflichtigen in die Ukraine festgelegt.
Die Europäische Kommission hat sich gegen die zwangsweise Rückkehr ukrainischer Wehrpflichtiger in EU-Länder ausgesprochen, in denen sie vorübergehenden Schutz erhalten haben.
Dies gab die EU-Innenkommissarin Ilva Johansson in einem Interview mit Radio Free Europe bekannt.
Johansson stellte fest, dass solche Maßnahmen der Richtlinie zum vorübergehenden Schutz widersprechen. Sie erklärte, dass die EU ukrainischen Bürgern nicht aufgrund ihres Alters, Geschlechts oder ihrer militärischen Verpflichtungen unterschiedlich behandeln könne.
„Dies ist gemäß der Richtlinie zum vorübergehenden Schutz nicht möglich“, betonte die EU-Kommissarin.
Johansson betonte, dass die EU ukrainische Bürger nicht zwangsweise von ihrem Gebiet vertreiben wird. Die Europäische Union ist bereit, diejenigen zu unterstützen, die freiwillig in die Ukraine zurückkehren möchten. „Wir werden diejenigen unterstützen, die in die Ukraine zurückkehren möchten, und wir werden mit den ukrainischen Behörden und der ukrainischen Regierung besprechen, wie dies am besten erfolgen kann. Wir werden niemanden aus der EU vertreiben“, sagte sie.
Diese Erklärung wurde im Rahmen einer Diskussion abgegeben, die vom polnischen Außenminister Radosław Sikorski initiiert wurde. Er rief die Länder Westeuropas dazu auf, ihre Ansätze zur Unterstützung ukrainischer Männer im wehrpflichtigen Alter zu überdenken, um deren Rückkehr in die Ukraine zu fördern. Diese Idee wurde auch vom ukrainischen Außenminister Andrij Sybiga unterstützt.
Lesen Sie auch
- Trotz Sanktionen: EU steigert Importe russischer Brennstoffe – Mai-Zahlen im Überblick
- Wiederaufbaukonferenz 2026: Polen und Ukraine erwarten 5.000 Teilnehmer und 200 Abkommen
- 23-Millionen-Skandal: Betrugsverdacht bei Bau von Schutzräumen
- Neue Vorwürfe gegen Firmenchef: 21 Millionen unbezahlte Mehrwertsteuer im Skandal um 3 Milliarden für Munition
- Fast 41 Millionen unterschlagen: Ehemaligen Beamtinnen in der Westukraine drohen bis zu 12 Jahre Haft
- Ab Juli gelten neue Zuschläge für Soldaten: Diese finanziellen Änderungen kommen auf die Truppe zu

