Toter Soldat lebendig: Beerdigung in Humentsi war ein Irrtum – Mann befindet sich in russischer Gefangenschaft.
Beisetzung und Identitätsfeststellung
Nach Angaben von Novyny.live: In Humentsi in der Oblast Lwiw wurde ein Leichnam beigesetzt, den man zunächst für den gefallenen Kämpfer Bohdan Wowk hielt. Doch dann stellte sich heraus: Wowk lebt und ist in russischer Kriegsgefangenschaft. Eine forensische Untersuchung bestätigte, dass der bestattete Körper einer anderen Person gehört. Die Beerdigung hatte am 23. Mai 2022 auf dem örtlichen Friedhof stattgefunden.
Bohdan Wowk tauchte im Juni 2022 auf den Gefangenenlisten der Russischen Föderation auf. Dies machte eine Untersuchung nötig, in deren Rahmen eine Exhumierung angeordnet wurde. Edgar Papikjan berichtete, dass die Analyse eine Übereinstimmung zwischen den biologischen Proben des bestatteten Körpers und dem DNA-Profil eines nahen Angehörigen ergab. Die sterblichen Überreste wurden der Familie für eine erneute Bestattung übergeben.
Lage der Gefangenen
Erwähnenswert ist auch, dass im Februar 2023 der Soldat Nasar Daletskyj aus russischer Gefangenschaft zurückkehrte – auch er war zunächst für tot gehalten worden. Am 6. März 2023 kamen über dreihundert Gefangene nach Ukraine zurück, darunter 300 Militärangehörige und zwei Zivilisten.
„Ich wollte einfach nur, dass die Exhumierung stattfindet und der Leichnam des Soldaten, den wir begraben haben, zu seinem Elternhaus gebracht wird“, erklärte Natalija Holowa und gab damit den Wunsch der Familie wieder.
Dieser Vorfall verdeutlicht, wie wichtig eine präzise Identifizierung gefallener Soldaten ist – besonders unter den Bedingungen des Krieges.
Der Fall zeigt die enormen Schwierigkeiten, mit denen Angehörige von Militärangehörigen im Krieg konfrontiert sind, vor allem wenn das Schicksal ihrer Liebsten ungewiss bleibt. Informationen über Gefallene und Gefangene sind oft lückenhaft oder fehlerhaft, was zu tragischen Missverständnissen führen kann. Exhumierungen und genaue Identitätsfeststellungen sind daher entscheidende Schritte, um Soldaten zu ihren Familien zurückzubringen – und benötigen entsprechende Aufmerksamkeit und Ressourcen.
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