Internetabschaltung in Russland: Moskau und Sankt Petersburg betroffen.

Internetabschaltung in Russland: Moskau und Sankt Petersburg betroffen
Internetabschaltung in Russland: Moskau und Sankt Petersburg betroffen

Störung von Internet und Mobilfunk in Russland

Nach Angaben von UATV: In Sankt Petersburg und Moskau werden Internet- und Mobilfunkverbindungen gestört – ein Schritt, der zur Strategie des Kremls gehört, das russische Netz vom Rest der Welt abzukoppeln. Der letzte öffentliche Auftritt von Präsident Wladimir Putin war am 9. März, seither führt er seine Regierungstreffen von seiner Residenz in Nowo-Ogarjowo aus online durch. Diese Maßnahmen fallen mit einer aggressiven russischen Außenpolitik zusammen, während die Ukraine ihre Bereitschaft zu Friedensgesprächen signalisiert, Moskau diesen jedoch ausweicht.

Warum die Kommunikation gestört wird und welche Folgen das hat

Die Störung der Kommunikation in Großstädten wie Sankt Petersburg und Moskau dient dem Ziel, die Informationslandschaft zu kontrollieren und den Zugang zu unabhängigen Nachrichtenquellen einzuschränken. Diese Entwicklung passt in das Gesamtbild eines Landes, dessen föderales Haushaltsdefizit in den ersten beiden Monaten des Jahres 2023 auf 3,2 Billionen Rubel angewachsen ist. Hinzu kommt eine Energiekrise aufgrund der Blockade der Straße von Hormus, die die Ölpreise in die Höhe treibt und die wirtschaftliche Lage zusätzlich belastet.

Fachleute weisen darauf hin, dass Wladimir Putin im Kreml einerseits über die Entwicklung künstlicher Intelligenz nachdenkt, die er praktisch als Waffe betrachtet, während er andererseits weiterhin alle Informationen ‚in Aktenordnern‘ erhält, wie Iwan Preobraschenski anmerkt. Gleichzeitig setze der Kreml nicht auf Frieden, sondern auf eine Fortsetzung des Krieges, betonte Friedrich Merz.

‚Für sie ist das Konzept des Krieges gegen die Ukraine grundlegend – es ist das, was die Russische Föderation selbst vor dem Zerfall bewahrt. Sie können sich nicht daraus lösen. Für sie ist der Krieg ihre Identität.‘ — Mychajlo Podoljak

Zugleich beobachten Experten eine aktive Ressourcenansammlung und Veränderungen in den Truppenformationen entlang der Frontlinie, wie Witalij Kulyk berichtet. Putin meidet öffentliche Auftritte, was darauf hindeuten könnte, dass der Kreml nicht zu Dialog oder Friedensinitiativen bereit ist, sondern die Eskalation des Konflikts vorantreibt.

Die Lage in Russland – insbesondere die Störung von Internet und Mobilfunk – zeigt, wie sehr der Kreml darauf bedacht ist, den Informationsfluss zu kontrollieren, während das Land mit inneren wirtschaftlichen Schwierigkeiten und militärischen Verpflichtungen kämpft. Die ukrainische Seite betont, dass der Krieg gegen die Ukraine für Russland essenziell ist, um die eigene Identität und Stabilität zu bewahren. Daher könnte das weitere Vorgehen des Kremls zu einer Verschärfung des Konflikts führen, ohne dass in absehbarer Zeit Raum für Friedensverhandlungen bleibt.


Lesen Sie auch

Werbung