Prozess in Winnyzja: Polizisten wegen Folter angeklagt – Opfer erlitt Herzstillstand.
Gerichtsverhandlung in Winnyzja
Nach Angaben von TSN.ua: In Winnyzja beginnt der Prozess gegen drei Polizeibeamte, denen Folter vorgeworfen wird. Das Opfer, das im September 2023 lediglich eines geringfügigen Diebstahls verdächtigt wurde, erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass es während einer Operation zu einem Herzstillstand kam. Der Mann erlebte einen klinischen Tod. Erst nach zehnminütiger Reanimation konnte sein Herzschlag wiederhergestellt werden. Dieser Fall zeigt erneut die Gefahren von Polizeigewalt, die weit über das zulässige Maß hinausgeht.
Im Januar 2026 erhielten die Beschuldigten offiziell den Verdacht nach Artikel 127 Absatz 2 und Artikel 121 Absatz 2 des ukrainischen Strafgesetzbuches. Diese Paragrafen behandeln Folter und die vorsätzliche Zufügung schwerer Körperverletzung.
Bedeutung des Verfahrens
Der Prozess gewinnt vor dem Hintergrund ähnlicher Fälle an Bedeutung. So schloss erst am 19. Februar der Oberste Gerichtshof die fünfjährige Verhandlung über Folter und Vergewaltigung in einem Polizeirevier in Kaharlyk ab. Zwei ehemalige Polizisten wurden für schuldig befunden und im Mai 2023 zu je elf Jahren Haft verurteilt.
Der Vorfall in Winnyzja unterstreicht erneut gravierende Probleme mit Menschenrechtsverletzungen in ukrainischen Strafverfolgungsbehörden. Der Prozess gegen die drei Beamten könnte ein wichtiges Signal im Kampf gegen die Straflosigkeit innerhalb der Sicherheitsorgane setzen. Solche Verfahren sind entscheidend, um das verlorene öffentliche Vertrauen in die Polizei wiederherzustellen und den Druck für tiefgreifende Systemreformen aufrechtzuerhalten, die den Schutz der Bürger garantieren.
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