Gipfel-Protest in Genf eskaliert: Polizei setzt Tränengas ein.
Demo in Genf vor dem G7-Treffen
Nach Angaben von Espreso.tv: Kurz vor dem für den 15. Juni geplanten G7-Gipfel im französischen Évian-les-Bains am Genfer See kam es in Genf zu einer Großdemonstration. Rund 20.000 Menschen – darunter Umweltschützer, Feministinnen und weitere Aktivisten – beteiligten sich an dem Protest. Sie ließen ein Schiff mit der Aufschrift 'Ohne G7' zu Wasser, um ihren Forderungen und ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen.
Zusammenstöße während der Aktion
Im Verlauf der Kundgebung kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen. Die Polizei setzte Tränengas ein, nachdem Demonstranten, darunter rund 600 Mitglieder der sogenannten 'Schwarzen Gruppe', mit Böllern und Pyrotechnik angriffen. Feuerwehrleute waren im Einsatz, um einen brennenden Autowrack zu löschen. Holzzäune nahe der Bank du Léman wurden niedergerissen und Fensterscheiben zertrümmert.
„Nach mehreren Vorfällen wurden die Demonstranten aufgefordert, sich zu zerstreuen“, erklärte Polizeisprecherin Alexandra Brauer.
Der Protest in Genf fand nur einen Tag vor dem internationalen Forum statt, bei dem Spitzenpolitiker zentrale globale Themen erörtern.
- Demonstrationen im Vorfeld von Gipfeltreffen dienen oft als Ventil für Unmut über die Politik der Staats- und Regierungschefs.
- Im Fokus stehen dabei häufig Umweltfragen, soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte.
- Die Behörden bemühen sich um Sicherheit, doch solche Aktionen bergen stets das Risiko einer Eskalation.
Es ist wichtig, dass beide Seiten – Demonstranten wie Sicherheitskräfte – Wege zu einem konstruktiven Dialog suchen, insbesondere wenn es um die drängenden Themen geht, die auf dem Gipfel verhandelt werden.
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