Trotz Kriegsrecht: Diese drei Ausnahmen erlauben Kämpfern den Erhalt von Grundstücken.

Trotz Kriegsrecht: Diese drei Ausnahmen erlauben Kämpfern den Erhalt von Grundstücken
Trotz Kriegsrecht: Diese drei Ausnahmen erlauben Kämpfern den Erhalt von Grundstücken

Landbesitz für Kriegsveteranen: Welche Rechte gelten aktuell?

Nach Angaben von Novyny.live: Auch während des Kriegsrechts in der Ukraine haben Personen, die an Kampfhandlungen teilgenommen haben, einen Anspruch auf kostenlose Grundstücke. Dieses Recht ist in Artikel 12 des ukrainischen Gesetzes 'Über den Status von Kriegsveteranen und die Garantien ihres sozialen Schutzes' verankert. Allerdings hat der Ausnahmezustand die unentgeltliche Übertragung von Grundstücken mit bestimmten Einschränkungen belegt, die es zu beachten gilt.

Unter welchen Voraussetzungen ist eine Landübertragung möglich?

Das geltende Recht erlaubt die Eigentumsübertragung an Grundstücken an Kampfteilnehmer während des Kriegsrechts nur in drei spezifischen Fällen:

  • wenn sich auf dem Grundstück bereits Bauwerke oder Gebäude befinden;
  • bei langjähriger Nutzung des Landes durch den Antragsteller;
  • im Rahmen der Zuteilung eines Landanteils (Parzelle).

Diese Ausnahmeregelungen ermöglichen es Soldaten auch unter den erschwerten Bedingungen des Krieges, Land zu erhalten.

Die Größe der Grundstücke, die Kampfteilnehmern zugeteilt werden können, hängt vom Verwendungszweck ab. Für den Betrieb einer privaten Landwirtschaft (OSG) sind bis zu 2,0 Hektar vorgesehen, für den Gartenbau maximal 0,12 Hektar. Für den Bau eines Wohnhauses gelten gestaffelte Obergrenzen: In Dörfern bis zu 0,25 Hektar, in Siedlungen bis zu 0,15 Hektar und in Städten bis zu 0,10 Hektar. Für den Bau eines individuellen Ferienhauses sind höchstens 0,10 Hektar erlaubt.

Ein wichtiger Punkt ist, dass jeder Bürger das Recht auf einmalige kostenlose Privatisierung pro Nutzungsart hat. Das bedeutet, dass eine Person für denselben Zweck nicht erneut ein Grundstück erhalten kann. Gemäß dem ukrainischen Bodengesetzbuch hat jeder Bürger Anspruch auf ein kostenloses Grundstück aus staatlichem oder kommunalem Eigentum – allerdings eben nur einmal je Kategorie.

Zusammengefasst: Trotz der allgemeinen Beschränkungen haben Kampfteilnehmer unter bestimmten Bedingungen weiterhin die Möglichkeit, an Grundstücke zu gelangen. Es ist entscheidend, die eigenen Rechte und die konkreten Voraussetzungen zu kennen, um sie voll ausschöpfen zu können.

Die Möglichkeit der kostenlosen Landübertragung an Kriegsveteranen auch während des Kriegsrechts ist ein zentraler Bestandteil des sozialen Schutzes. Sie soll nicht nur die Soldaten in schwierigen Zeiten unterstützen, sondern auch ihre Bedürfnisse nach Land für die Landwirtschaft oder den Hausbau decken. Ein klares Verständnis der Bedingungen kann die Lebensqualität der Veteranen und ihrer Familien erheblich verbessern.


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