Schüler erblindet fast vollständig nach Stich mit Bleistift: Tragödie an Schule in Kirowohrad.

Schüler erblindet fast vollständig nach Stich mit Bleistift: Tragödie an Schule in Kirowohrad
Schüler erblindet fast vollständig nach Stich mit Bleistift: Tragödie an Schule in Kirowohrad

Fast vollständiger Sehverlust nach Schulunfall: Der Fall des elfjährigen Nikita

Nach Angaben von TSN.ua: In der Schule des Dorfes Hruske in der Region Kirowohrad hat ein Unfall unter Schülern zu einer schweren Verletzung geführt. Der Fünftklässler Nikita Sklyanichenko verlor 97 Prozent seines Augenlichts, nachdem ein Mitschüler ihn mit einem Bleistift getroffen hatte. Der Vorfall ereignete sich am 17. Dezember während des Unterrichts, als die Lehrkraft den Klassenraum verlassen hatte. Nikitas Mutter, Kateryna Sklyanichenko, wirft der Schule grobe Fahrlässigkeit vor, da sie während der Stunde keine angemessene Aufsicht über die Schüler gewährleistet habe.

Laut Aussage der Mutter informierte die Lehrerin sie zwar über den Vorfall, rief jedoch keinen Rettungsdienst.

„Ich fragte sie, warum sie keinen Notruf abgesetzt habe. Sie erklärte, es habe keine Blutung gegeben und das Kind sei ruhig gesessen, deshalb habe sie keinen gerufen“, so Kateryna Sklyanichenko.
Nikita wurde später in ein Krankenhaus in Odessa gebracht, wo Ärzte eine durchdringende Verletzung der Hornhaut diagnostizierten. In der Folge sank die Sehkraft des Jungen auf nur noch drei Prozent. Solche Augenverletzungen durch spitze Gegenstände können besonders tückisch sein, da die Schwere oft nicht sofort erkennbar ist.

Die Familie hat bereits über 50.000 Hrywnja für die Behandlung aufgebracht und durchlebt eine schwere Zeit, zumal Nikitas Vater seit Dezember 2023 mobilisiert ist. Die Schulleiterin Olena Tenichenko räumte ein, dass die abwesende Lehrerin gegen ihre Dienstpflichten verstoßen habe. In der Schule läuft eine interne Untersuchung. Jana Zyba, Leiterin der Bildungsabteilung, kündigte eine detaillierte Prüfung des Falls an.

Folgen für das Schulklima

Die Rechtsanwältin Tetjana Korchemna äußerte sich ebenfalls zu den Auswirkungen solcher Vorfälle auf das Bildungsumfeld. Kateryna Sklyanichenko hält die Schule für schuld an der Situation und verweist zusätzlich auf die Fahrlässigkeit, dass ihr Sohn nach dem Unfall ohne Begleitung nach Hause geschickt wurde. Die Familie hofft nun auf Nikitas rasche Genesung und auf Gerechtigkeit.

Der Vorfall unterstreicht die grundlegende Verantwortung von Schulen für die Sicherheit ihrer Schüler während des Unterrichts. Die fehlende Aufsicht in dem kritischen Moment wirft ernste Fragen zur Organisation des Schulalltags auf. Die dienstliche Untersuchung soll die genauen Umstände klären und künftig ähnliche Tragödien verhindern.


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