UNESCO verurteilt Angriff auf Höhlenkloster, nennt aber keinen Verantwortlichen.
Schäden an der Mariä-Entschlafens-Kathedrale
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 15. Juni 2023 wurde Kiew Ziel eines Angriffs, bei dem die Mariä-Entschlafens-Kathedrale im Kiewer Höhlenkloster schwer beschädigt wurde. Die Dachfläche der Kathedrale geriet auf rund 800 Quadratmetern in Brand. Das Feuer richtete erhebliche Schäden an einem bedeutenden Teil des ukrainischen Kulturerbes an.
Das Höhlenkloster mit der Kathedrale steht unter dem erweiterten Schutz des Zweiten Protokolls zur Haager Konvention von 1954. Diese Einstufung unterstreicht die besondere Bedeutung des Schutzes von Kulturdenkmälern in Kriegszeiten. In der Ukraine mehren sich die Forderungen nach einem wirksamen Schutz des kulturellen Erbes, da solche Angriffe nicht nur historische Bauten, sondern auch die kulturelle Identität des Volkes bedrohen.
Internationale Reaktionen
Die UNESCO verurteilte den Angriff, benannte jedoch keine konkreten Täter. Metropolit Epiphanius bezeichnete den Beschuss des Klosters als:
„ein russisches Verbrechen gegen die Menschlichkeit, gegen die Geschichte, gegen das Christentum.“
Der ukrainische Vertreter Heorhij Tychyj kritisierte die Organisation scharf: „Leider zeigt die UNESCO unter ihrem derzeitigen Generaldirektor weiterhin einen Mangel an Führungsstärke, Schwäche und die Unfähigkeit, ihr Mandat zu erfüllen.“
Der Angriff auf die Mariä-Entschlafens-Kathedrale reiht sich in eine Serie von Bedrohungen des ukrainischen Kulturerbes während des anhaltenden Konflikts ein. Die Zerstörung von Kulturstätten löst internationale Bestürzung aus und verdeutlicht die Dringlichkeit, historische Monumente zu schützen. Der Erhalt des kulturellen Erbes ist im Krieg nicht nur eine Frage der nationalen Identität, sondern auch der Geschichtsschreibung – er erfordert daher entschlossenes Handeln sowohl des Staates als auch der Weltgemeinschaft. Die jüngsten Ereignisse unterstreichen einmal mehr die Notwendigkeit einer wirksamen Reaktion und eines verbesserten Schutzes von Kulturgütern in bewaffneten Auseinandersetzungen.
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