Drohnen greifen russische Ölhäfen Ust-Luga und Wyborg an.
Angriffe mit Drohnen auf russische Hafenanlagen
Nach Angaben von TSN.ua: In der Nacht zum 25. März wurden die Häfen Ust-Luga und Wyborg in der russischen Oblast Leningrad, die für den Ölexport von zentraler Bedeutung sind, von Drohnen attackiert. Dabei entstand Sachschaden an Einrichtungen, jedoch gab es keine Verletzten. Nach ersten Erkenntnissen schossen die Luftabwehrkräfte 33 unbemannte Fluggeräte ab. Diese Angriffe sind Teil einer Serie von gezielten Aktionen gegen die Energieinfrastruktur.
In Wyborg wurde bei dem Angriff ein Frachtschiff beschädigt. Es handelt sich bereits um den zweiten Drohnenangriff innerhalb einer Woche. Bereits am 22. und 23. März hatten die ukrainischen Verteidigungskräfte das Ölterminal „Transneft“ im Hafen von Primorsk getroffen. Die Häfen Primorsk und Ust-Luga sind für rund die Hälfte der russischen Ölexporte verantwortlich, wie Serhij Sternenko anmerkte.
Lage vor Ort
Der Gouverneur der Oblast Leningrad, Alexander Drosdenko, erklärte, dass die Löscharbeiten im Hafen von Ust-Luga im Gange seien und es nach vorläufigen Angaben keine Verletzten gebe. Ein Augenzeuge schilderte die Szene:
„Ich kam nach Hause. Ich schaue und sehe dieses Bild: Dort ist direkt Feuer zu sehen von hier aus.“
Diese Vorfälle verdeutlichen die wachsenden Spannungen in der Region und werfen Fragen zur Sicherheit strategisch wichtiger Anlagen auf. Angriffe auf Häfen, die für die russische Wirtschaft von großer Bedeutung sind, könnten schwerwiegende Folgen für den Ölexport haben und somit die wirtschaftliche Stabilität des Landes beeinträchtigen. Vor dem Hintergrund des Konflikts in der Ukraine zeigen sie zudem eine Eskalation der militärischen Auseinandersetzungen zwischen den Parteien.
Lesen Sie auch
- Champions-League-Finale 2026: Arsenal und PSG treffen am 30. Mai in Budapest aufeinander
- Ombudsmann lehnt Aufstellung von Sturmtruppen ab: Misshandlungen und Rechtsverstöße in ukrainischen Einheiten
- Ukrainische Streitkräfte greifen Raffinerie in Ufa an – 1.300 Kilometer entfernt
- Schwere Vorwürfe gegen das Sturmregiment „Skelya“: Sternenko macht Führung für Verluste bei Pokrowsk verantwortlich
- Vierter Drohnenangriff binnen einer Woche: Hafen Ust-Luga getroffen – Flugverkehr in Pulkowo lahmgelegt
- Warum die Ukraine bei Drohnen noch immer auf China angewiesen ist – und wo die eigene Produktion hakt

