Russlands Angriff auf die 'Druschba': Das Scheitern der prorussischen Politik Orbáns und Ficos.
Die Politik Ungarns und der Slowakei im Schatten des russischen Angriffs
Nach Angaben von UATV: Die prorussische Ausrichtung des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán und seines slowakischen Amtskollegen Robert Fico ist nach einem russischen Drohnenangriff auf die Ölpipeline 'Druschba' gescheitert. Ungarn und die Slowakei hatten die Ukraine unter Druck gesetzt und sie für Lieferprobleme verantwortlich gemacht. Die Lage eskalierte, als Russland am 27. Januar 2026 die Pipeline nahe der Pumpstation 'Brody' in der Oblast Lwiw angriff. Der daraufhin ausgebrochene Brand konnte erst nach zehn Tagen gelöscht werden, was die Ölversorgung massiv beeinträchtigte.
Hintergrund ist, dass das ungarische Unternehmen MOL seit Herbst 2025 ukrainisches Öl über die 'Druschba'-Pipeline bezog. Die Reaktion Budapests und Bratislavas auf die Unterbrechung dieser Lieferungen fiel jedoch unverhältnismäßig hart aus. Fico und Orbán versuchten, die Ukraine zu erpressen und machten das Land für die reduzierten Liefermengen verantwortlich. Diese Haltung offenbart die strategische Abhängigkeit, die beide Regierungen bewusst in Kauf genommen haben.
„Orbáns einseitige Fixierung auf die Ölpumpe durch die 'Druschba' erweckt den eindeutigen Eindruck, dass er ausschließlich dem Wunsch folgt, dem Kreml zu helfen und dessen Interessen durchzusetzen.“
Oleh Pasternak
Diese Aussage unterstreicht die vermutete politische Motivation hinter dem Handeln des ungarischen Regierungschefs. Pasternak wies zudem auf alternative Optionen für MOL hin:
„Es ist sehr wichtig, dass MOL viele andere Möglichkeiten hat, Öl nicht aus Russland zu kaufen.“
Oleh Pasternak
Das zeigt, dass das ungarische Unternehmen keineswegs auf russische Lieferungen angewiesen ist und seine Bezugsquellen diversifizieren könnte. Die Situation wird dadurch verschärft, dass die angegriffene Station in Brody ein zentraler Schalt- und Pumpknotenpunkt auf dem ukrainischen Abschnitt der 'Druschba' ist.
Energiebeziehungen und politische Machtspiele
Vor diesem Hinterblockte Ungarn zudem die Bewilligung eines 90-Milliarden-Euro-Kredits für die Ukraine, was die angespannten Beziehungen weiter belastet. Insgesamt zeigt die aktuelle Krise die Fragilität der energiepolitischen Verflechtungen in der Region und die damit verbundenen machtpolitischen Manöver.
Die Ereignisse verdeutlichen nicht nur energiepolitische, sondern auch grundlegende politische Konflikte zwischen der Ukraine und einigen ihrer EU-Nachbarn. In der zugespitzten Konfliktlage und bei fortbestehender Abhängigkeit von russischen Energieressourcen versuchen Ungarn und die Slowakei, ihre kurzfristigen Interessen zu wahren, was die Spannungen weiter anheizen könnte. Expertisen wie die von Pasternak machen jedoch deutlich, dass für Unternehmen wie MOL praktikable Alternativen existieren – eine Erkenntnis, die die energiestrategischen Entscheidungen in der gesamten Region langfristig beeinflussen könnte.
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