Angriffe auf Raffinerien in Tatarstan: Russland verliert 40 Prozent seiner Ölverarbeitung und kämpft mit Treibstoffknappheit.
Schläge gegen russische Ölraffinerien
Nach Angaben von UATV: Die ukrainischen Verteidigungskräfte haben mehrere russische Ölraffinerien angegriffen. Die Folge sind deutlich gestiegene Benzinpreise und eine spürbare Treibstoffknappheit in Russland. Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete von erheblichen Einbußen in der russischen Ölindustrie. Betroffen waren unter anderem zwei Raffinerien in Tatarstan, darunter die Anlage 'TANECO' in Nischnekamsk, die für eine jährliche Verarbeitung von 16 Millionen Tonnen Öl ausgelegt ist.
Auswirkungen auf die russische Wirtschaft
Seit Jahresbeginn 2026 haben ukrainische Einheiten bereits 15 russische Raffinerien getroffen. Dadurch sind 40 Prozent der primären Ölverarbeitung in Russland lahmgelegt. Die Ölförderung des Landes sank im Mai 2026 auf 9 Millionen Barrel pro Tag – der niedrigste Wert seit einem Jahr. In der ersten Juniwoche 2026 stieg der Durchschnittspreis für Benzin an russischen Tankstellen um fast ein Prozent, bedingt durch die rückläufige Produktion.
Wolodymyr Selenskyj betonte: 'Die Intensität der Angriffe der ukrainischen Verteidigungskräfte wird weiter zunehmen.'
Laut einem Bericht von The Moscow Times wurde im von Russland kontrollierten Sewastopol ein besonders starker Preisanstieg verzeichnet: Innerhalb von sieben Tagen verteuerte sich Benzin dort um 7,5 Prozent. Dies verdeutlicht die zunehmenden Versorgungsprobleme in den besetzten Gebieten.
Fachleute stellen fest, dass Russland sich allmählich zu einem Benzinimporteur entwickelt. Diese Einschätzung äußerte Maxim Blant, der darauf hinwies, dass die aktuellen Umstände die Energiesituation des Landes massiv erschweren. Die ukrainischen Militäraktionen wirken sich somit nicht nur auf das Kampfgeschehen aus, sondern treffen auch die russische Wirtschaft, insbesondere die erdölverarbeitende Industrie.
Die Energiekrise in Russland verschärft sich unter dem Eindruck der ukrainischen Angriffe weiter. Dies könnte für den Aggressorstaat weitreichende wirtschaftliche Folgen haben. Der Rückgang der Ölverarbeitung und die steigenden Treibstoffpreise führen bereits zu Versorgungsengpässen, die soziale Unruhen begünstigen könnten. Weitere Attacken auf Raffinerien würden die Lage zusätzlich zuspitzen und Russland zwingen, nach alternativen Treibstoffquellen zu suchen sowie seine Energiepolitik grundlegend zu überdenken.
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