Ungarn signalisiert Einlenken: Wann die EU-Beitrittsgespräche mit der Ukraine und Moldau starten könnten.

Ungarn signalisiert Einlenken: Wann die EU-Beitrittsgespräche mit der Ukraine und Moldau starten könnten
Ungarn signalisiert Einlenken: Wann die EU-Beitrittsgespräche mit der Ukraine und Moldau starten könnten

Beitrittsanträge zur EU

Nach Angaben von Espreso.tv: Die Ukraine und Moldau haben offiziell ihre Aufnahme in die Europäische Union beantragt – ein bedeutender Schritt auf ihrem Weg der europäischen Integration. Die Eröffnung des ersten Verhandlungskapitels ist für den 15. Juni in Luxemburg geplant. Da dafür die einstimmige Zustimmung aller 27 EU-Mitgliedstaaten nötig ist, gestaltet sich der Prozess schwierig: Ungarn blockierte im Februar 2025 den Start der ersten Gesprächsrunde.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha zeigte sich zuversichtlich, dass das erste Verhandlungskapitel noch im Juni aufgemacht werden kann. Ein ungarischer Vertreter betonte jedoch, dass eine Entscheidung über die Kapitel für die Ukraine noch ausstehe und die Gespräche andauern. Das verdeutlicht die weiterhin angespannte Lage; die nächsten Schritte hängen vom Ausgang des Dialogs zwischen den beteiligten Ländern ab.

Auswirkungen auf die europäische Integration

Zudem stand der Besuch des ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar in Brüssel im Zusammenhang mit der Freigabe von 16,4 Milliarden Euro eingefrorener EU-Gelder. Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass Ungarn bereit ist, seine Blockade aufzugeben – was wiederum die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau voranbringen würde. Es bleibt zu hoffen, dass ein konstruktiver Austausch und eine zügige Lösung der offenen Fragen gelingen.

Die Beitrittsgesuche Kiews und Chisinaus unterstreichen ihren Wunsch, sich trotz geopolitischer Spannungen enger an die EU zu binden. Die Bedeutung eines offenen Dialogs zwischen Ungarn und den anderen EU-Staaten über die Freigabe der Finanzhilfen könnte sich direkt auf das Tempo und den Erfolg der Verhandlungen auswirken – und damit auf die Zukunft der europäischen Integration beider Länder.


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