Diplomatischer Eklat: Ungarn beschlagnahmt Geldtransporter der ukrainischen Staatsbank.
Beschlagnahmung von Geldtransportfahrzeugen in Ungarn
Nach Angaben von TSN.ua: Bei einem Zwischenfall am 5. März hat die ungarische Polizei zwei Geldtransporter der ukrainischen Staatsbank Oschadbank festgehalten. An Bord befanden sich nach Angaben ukrainischer Stellen Vermögenswerte im Wert von 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro sowie 9 Kilogramm Gold. Sieben ukrainische Staatsbürger wurden dabei vorübergehend festgenommen. Der Vorfall hat zu einem massiven diplomatischen Konflikt zwischen Kiew und Budapest geführt. Diese Spannungen sind nicht neu, sondern reihen sich in eine Serie politischer Differenzen der letzten Jahre ein.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha reagierte scharf und bezeichnete das Vorgehen der ungarischen Behörden als
„Handlungen mit allen Merkmalen von Staatsterrorismus“. Auch der Chef der ukrainischen Nationalbank, Andrij Pyschnyj, forderte von der ungarischen Regierung die
„sofortige Freilassung der ukrainischen Bürger und eine offizielle Erklärung der Gründe für ihre Festnahme“.
Vorwürfe und diplomatische Konsequenzen
Die beschlagnahmten Fahrzeuge werden derzeit auf dem Gelände des ungarischen Antiterrorzentrums (TEK) verwahrt. Die ungarische Seite wirft den Beteiligten Geldwäsche vor. Als Reaktion auf die Festnahmen hat die Ukraine offiziell Protest eingelegt. In der Protestnote fordert sie nicht nur die Freilassung ihrer Staatsbürger, sondern warnt ukrainische Reisende auch vor Aufenthalten in Ungarn.
Der Fall belastet die ohnehin angespannten bilateralen Beziehungen erheblich. Die ukrainische Regierung zeigt sich alarmiert, da der Vorfall die Zusammenarbeit in Sicherheits- und Wirtschaftsfragen beeinträchtigen könnte.
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