Ungarns Außenminister in Moskau: Gas, Öl und das Schicksal ukrainischer Kriegsgefangener.
Péter Szijjártós Moskau-Reise
Nach Angaben von UATV: Am 4. März 2023 reiste Ungarns Außenminister Péter Szijjártó nach Moskau. Im Zentrum der Gespräche standen die Lieferungen russischen Öls und Gases vor dem Hintergrund der Energiekrise. Ein weiteres Thema war das Bemühen um die Freilassung ukrainischer Soldaten, die sich in russischer Gefangenschaft befinden. Von ukrainischer Seite gab es bislang jedoch keine Informationen zu etwaigen Fortschritten in dieser Angelegenheit.
Während seines Besuchs betonte Minister Szijjártó das Ziel, Zusicherungen für die benötigten Mengen an Öl und Gas zu erhalten. Er erklärte:
'Ich bin hier, um die Garantie für die Lieferung der benötigten Mengen an Öl und Gas zu erhalten.' Péter Szijjártó
Dies unterstreicht die Bedeutung der Energiekooperation zwischen Ungarn und Russland in der aktuellen Krise. Die ungarische Regierung sucht trotz des Krieges in der Ukraine weiterhin die direkte Abstimmung mit Moskau in Energiefragen.
Vor den Parlamentswahlen in Ungarn
Der Besuch findet im Vorfeld der ungarischen Parlamentswahlen am 12. April 2023 statt. Der Wahlkampf und das Thema Energiesicherheit könnten die künftigen Beziehungen zu Russland beeinflussen, da es für viele Wähler ein Schlüsselthema ist.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Situation mit der 'Druschba'-Pipeline. Nach einem russischen Beschuss am 27. Januar 2023 wurde die Pipeline in der Region Lwiw beschädigt, was die Ölversorgung beeinträchtigen könnte. Der ukrainische Premierminister Denys Schmyhal merkte dazu an:
'Ein Teil des Öls aus der Pipeline war bereits in die Leitungen umgepumpt worden, als das Feuer ausbrach.' Denys Schmyhal
Dies zeigt die Ernsthaftigkeit der Lage. Gemäß einer Ausnahme vom Sanktionsregime führt Ungarn aktive Gespräche, um die notwendigen Lizenzen zu erhalten. Wie Ante Šušnjar erklärte: 'Wir führen eine aktive Kommunikation, um die erforderlichen Lizenzen zu erhalten.' Dies verdeutlicht das Bestreben der ungarischen Seite, Wege für stabile Energieimporte zu finden.
Insgesamt stellt der Moskau-Besuch von Péter Szijjártó einen wichtigen Schritt im Kontext der ungarischen Energiesicherheit dar und beleuchtet die komplexe politische Gemengelage in der Region.
Die Reise des ungarischen Außenministers nach Moskau unterstreicht das enorme Gewicht, das Ungarn energiepolitischen Fragen beimisst – besonders in der heißen Wahlkampfphase. Die Lieferungen russischer Energieressourcen und die mögliche Freilassung ukrainischer Kriegsgefangener bleiben zentrale Themen des internationalen Dialogs. Das weitere Vorgehen Ungarns im Energiesektor wird sich auf seine außenpolitischen Beziehungen, insbesondere zur Ukraine und anderen europäischen Staaten, auswirken.
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