Kiew stellt klare Bedingungen an Warschau: Dialog ja, aber bei Feindseligkeit gibt es eine Antwort – Sibyga.

Kiew stellt klare Bedingungen an Warschau: Dialog ja, aber bei Feindseligkeit gibt es eine Antwort – Sibyga
Kiew stellt klare Bedingungen an Warschau: Dialog ja, aber bei Feindseligkeit gibt es eine Antwort – Sibyga

Außenminister der Ukraine äußert sich zu den Beziehungen mit Polen

Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Außenminister Andrij Sibyga hat bekräftigt, dass die Ukraine für Gespräche mit Polen über historische Streitfragen offen sei. Gleichzeitig machte er jedoch unmissverständlich klar, dass Kiew unfreundliche Handlungen nicht unbeantwortet lassen werde. Seine Äußerungen fallen vor dem Hintergrund der Entscheidung des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki, dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj den Orden des Weißen Adlers zu entziehen.

Laut Sibyga habe kein ausländischer Präsident das Recht, der Ukraine vorzuschreiben, wie sie ihre eigene Geschichte zu betrachten habe.

„Punkt. Das ist abgeschlossen … Die Zeit, in der die Ukraine unfreundliche Schritte und Manipulationen an unserer Geschichte übersehen hat, ist vorbei.“
Der Minister betonte zudem, dass die Aberkennung des Ordens nicht allein die Person des Präsidenten treffe, sondern eine Missachtung des ukrainischen Soldaten, des Volkes und seiner Geschichte darstelle.
„Das werden wir nicht tolerieren“
, erklärte Sibyga.

Blockade an der polnischen Grenze und innenpolitische Spannungen

Bereits seit zwei Monaten blockiert der polnische Zoll Fahrzeuge der ukrainischen Post (Ukrposchta), was die Beziehungen zusätzlich belastet. Verschärft wird die Lage durch die Rückgabe des „Goldenen Verdienstkreuzes“ durch den früheren polnischen Abgeordneten Piotr Fogler an den polnischen Präsidenten – ein Zeichen für interne Auseinandersetzungen in Polen über den Umgang mit der Ukraine.

Sibyga hob hervor, dass historische Fragen von Historikern und nicht von Politikern geklärt werden sollten. Er rief zu einem konstruktiven Dialog zwischen Kiew und Warschau auf und unterstrich die Bedeutung guter nachbarschaftlicher Beziehungen, trotz unterschiedlicher historischer Sichtweisen. Die Ukraine bleibe gesprächsbereit, werde aber klare Grenzen gegenüber unfreundlichen Aktionen Polens setzen.

Diese Stellungnahme des ukrainischen Außenministers spiegelt die wachsende Besorgnis Kiews über die Beziehungen zu Warschau angesichts historischer Spekulationen und diplomatischer Spannungen wider. Zugleich zeigt der Aufruf zum Dialog den Wunsch der Ukraine, konstruktive Beziehungen zu Polen aufrechtzuerhalten, trotz bestehender Differenzen. Die Pflege guter nachbarschaftlicher Beziehungen ist für beide Länder von großer Bedeutung, insbesondere im Hinblick auf regionale Sicherheit und wirtschaftliche Zusammenarbeit.


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