Schlag gegen Russlands Schattenflotte: Ukraine meldet 116 getroffene Schiffe im Asowschen Meer.
Erfolgreiche Angriffe auf russische Schiffe im Asowschen Meer
Nach Angaben von Espreso.tv: Die ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme haben erfolgreiche Angriffe auf die russische Flotte im Asowschen Meer gemeldet. Dabei wurden getroffen:
- 5 Tanker,
- 5 Frachtschiffe,
- 1 Schlepper.
Die Operation läuft seit dem 6. Juli. In diesem Zeitraum wurden insgesamt 116 Schiffe beschädigt oder zerstört.
Offensive gegen Russlands Schattenflotte
Die Offensive gegen die sogenannte Schattenflotte Russlands begann am 6. Juli. Bis zum 13. Juli hielten sich nur noch 43 Schiffe im Asowschen Meer auf – vor dem Start der Operation waren es 132. Innerhalb einer Woche sank die Zahl der Schiffe damit um 67 Prozent. Bis zum 11. Juli wurden 76 Schiffe getroffen, 28 davon allein in einer Nacht.
Laut den Streitkräften für unbemannte Systeme erschweren die Angriffe auf Tanker, Frachter und Hilfsschiffe den Export von Öl und Ölprodukten. Sie schränken die Seetransportkapazitäten ein und verringern die Fähigkeit des Gegners, seine Truppen und die Besatzungsgruppe auf der Krim mit Treibstoff zu versorgen. Der strategische Druck auf die russische Logistik wird dadurch deutlich erhöht.
Der Experte Robert „Madjar“ Browdi erklärte: „Die Lähmung der russischen Zubringerflotte – der kleinen und mittleren, 140 Meter langen Flachbodentanker, die wie Kurierdienste arbeiten und ein wesentlicher Bestandteil der Schattenflotte sind – macht den Export von russischem Öl über den Wolga-Don-Kanal und das Asowsche Meer zu den großen Tankern praktisch unmöglich.“
Parallel dazu bereitet die Europäische Union ein 21. Sanktionspaket gegen Russland vor, was den anhaltenden internationalen Druck auf das Land unterstreicht. Die Operation im Asowschen Meer hat strategische Bedeutung, da sie die Logistik und die Einsatzfähigkeit der russischen Flotte in der Region nachhaltig beeinträchtigt.
Diese Operation zeigt die wachsende Effektivität unbemannter Systeme in militärischen Auseinandersetzungen und deren Einfluss auf die Veränderung regionaler Kräfteverhältnisse. Die drastische Reduzierung der Schiffsanzahl in der russischen Flotte im Asowschen Meer dürfte Russlands logistische Möglichkeiten, insbesondere im anhaltenden Konflikt, erheblich erschweren. Die neuen EU-Sanktionen könnten den wirtschaftlichen Druck auf Russland zusätzlich verstärken und langfristige Folgen für dessen militärische Operationen haben.
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