Lockerungen bei Ausgangssperre und Schulferien: Maßnahmen gegen die Energiekrise.
Ukraine reagiert auf Energiekrise mit neuen Regelungen
Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Regierung lockert die Ausgangssperre und verlängert die Schulferien. Grund ist die angespannte Lage im Energiesektor. Wie Julia Swyrydenko mitteilte, wird die nächtliche Ausgangssperre ab dem 15. Januar 2023 in Regionen mit den größten Energieproblemen gelockert. Diese Entscheidung soll die Belastung der Bevölkerung während der Energiekrise verringern.
Die allgemeinbildenden Schulen bleiben bis zum 1. Februar 2023 geschlossen. Die Ferienverlängerung dient der Anpassung an die schwierige Energiesituation. Vertreter des Bildungssektors wie Nadija Leschtschyk wiesen darauf hin, dass zum Ausfall des Unterrichts möglicherweise die Frühlingsferien gestrichen oder der Unterricht bis in den Juni 2023 verlängert werden könnte.
Energielage und Gegenmaßnahmen
Derzeit sind in der Ukraine über 10.000 sogenannte "Punkte der Unbeugsamkeit" in Betrieb, davon 1.200 in Kiew. Geplant ist die Eröffnung weiterer 3.300 dieser Anlaufstellen, die bei Stromausfällen grundlegende Versorgung bieten. Das Kabinett der Minister prüft zudem, ob Häuser mit elektrischer Heizung als kritische Infrastruktur eingestuft werden können, was ihre Stromversorgung priorisieren würde.
Zu den operativen Maßnahmen gehören Einsparungen beim Stromverbrauch, die von den Regionalverwaltungen umgesetzt werden müssen. Ab dem 16. Januar 2023 werden planmäßige Stromabschaltungen alle Regionen des Landes betreffen. Switlana Hryntschuk betonte, dass Energieanlagen unter besonderem Schutz stünden, um die Sicherheit der Infrastruktur zu gewährleisten.
Geplant sind außerdem Einschränkungen bei Werbebeleuchtungen, um den Energieverbrauch weiter zu senken. Energieminister Denys Schmyhal wird die Umsetzung dieser Maßnahmen überwachen, was die Bedeutung strikter Einhaltung unterstreicht. Diese Schritte sind Teil einer umfassenden Strategie, um die Folgen der anhaltenden Krise abzufedern und die Grundversorgung der Bevölkerung aufrechtzuerhalten.
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