Ukrainische Streitkräfte legten im Juni elf Raffinerien und acht Rüstungsbetriebe lahm.

Ukrainische Streitkräfte legten im Juni elf Raffinerien und acht Rüstungsbetriebe lahm
Ukrainische Streitkräfte legten im Juni elf Raffinerien und acht Rüstungsbetriebe lahm

Ausweitung der Angriffswelle auf russisches Territorium

Nach Angaben von UATV: Die ukrainischen Verteidigungskräfte haben ihre Serie von Weitschlägen gegen Ziele in Russland im Juni 2023 deutlich intensiviert. Laut einem Bericht des ukrainischen Verteidigungsministeriums vom 1. Juli wurden dabei insgesamt elf Erdölraffinerien, sieben Einrichtungen der Treibstofflogistik sowie acht Fabriken der russischen Rüstungsindustrie getroffen oder zerstört. Die Operation zielte darauf ab, die Versorgungsketten und die Produktionskapazitäten des Gegners empfindlich zu stören.

Zu den angegriffenen Raffinerien gehörten unter anderem:

  • die Anlage in Moskau
  • die Raffinerie in Tjumen
  • das Werk in Kuibyschew
  • die Anlage in Jaroslawl
  • Betriebe in Ufa
  • die Anlage in Nischnekamsk
  • sowie Einrichtungen in der Region Krasnodar

Besonders schwere Schäden wurden an der Moskauer Raffinerie gemeldet, wo die Anlagen zur primären Erdölverarbeitung getroffen wurden. In der Raffinerie Slawjansk in der Region Krasnodar wurden vier Tanks mit einem Gesamtvolumen von 35.000 Kubikmetern vollständig zerstört. Auch die Treibstofflogistik in Städten wie Taman, Noworossijsk, Rybinsk, Sankt Petersburg sowie in Feodossija und Kertsch auf der Krim wurde attackiert.

Strategische Ziele ins Visier genommen

Darüber hinaus wurden im Juni acht strategisch bedeutende Rüstungsbetriebe angegriffen. Darunter befanden sich die Werke „Titan-Barrikady“, „WNIIR-Progress“ und „WZPP-Mikron“. Auch die russischen Zentren für Weltraum- und Militärkommunikation in „Dubna“ und „Wladimir“ gerieten unter Beschuss. Die ukrainischen Streitkräfte weiteten ihre Operationen zudem auf russische Kriegsschiffe, Tanker und Hafeninfrastruktur aus.

Die Zersetzung der Erdölverarbeitungsindustrie und des militärisch-industriellen Komplexes der Russischen Föderation verringert direkt das militärökonomische Potenzial des Aggressors. Die systematische Zerstörung strategischer Objekte in Russland ist ein wirksames Druckmittel gegen seine Kriegsmaschinerie. Die Verteidigungskräfte zwingen Russland weiterhin zur Beendigung des Krieges. – Ukrainisches Verteidigungsministerium

Diese koordinierte Kampagne verdeutlicht einen strategischen Ansatz Kiews, die gegnerische Infrastruktur gezielt zu schwächen. Die Treffer auf kritische Anlagen wie Raffinerien und Rüstungsfabriken könnten zu erheblichen Verzögerungen bei der Produktion von Militärgerät führen und die logistischen Fähigkeiten Russlands für seine Offensivoperationen einschränken. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Kämpfe wertet man diese Aktionen als Versuch der Ukraine, ihre strategische Position auf dem Schlachtfeld zu verbessern.


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