Ukraine drängt EU zu Energiediversifizierung nach Ultimaten aus Budapest und Bratislava.
Ukrainische Reaktion auf Schritte Ungarns und der Slowakei
Nach Angaben von TSN.ua: Das ukrainische Außenministerium hat auf die Entscheidung Ungarns und der Slowakei reagiert, den Export von Dieselkraftstoff einzustellen. Hintergrund ist der Stopp des Transports russischen Rohöls am 27. Januar 2023. Kiew fordert die europäischen Staaten eindringlich auf, ihre Energieversorgung zu diversifizieren, um die Abhängigkeit von russischen Energieressourcen zu verringern. Diese Forderung ist vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges besonders dringlich.
Hintergründe des gestoppten Öltransits
Der Transit russischen Öls wurde am 27. Januar 2023 unterbrochen, nachdem bei russischen Angriffen auf die Infrastruktur in Brody in der Oblast Lwiw Ausrüstung des Pipeline-Systems 'Druschba' beschädigt worden war. Ungarn und die Slowakei verfügen über eine zeitlich befristete Ausnahmeregelung von den EU-Sanktionen für den Import russischen Öls. Als Reaktion auf die Unterbrechung drohte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico damit, die Stromlieferungen in die Ukraine einzustellen.
Ungarn seinerseits stellte der Ukraine ein Ultimatum: Es forderte einen Stopp der ukrainischen Diesel-Exporte, bis der Öltransport durch die 'Druschba'-Pipeline wieder aufgenommen wird.
Georgij Tichij wies darauf hin, dass 'Länder, die von der russischen Ölnadel abhängig sind, Zeit bekommen hätten, um sich von dieser Abhängigkeit zu befreien'.
Er fügte kritisch hinzu: 'Leider sehen wir nicht einmal Ansätze, sich von dieser Abhängigkeit zu lösen. Im Gegenteil – entgegen der EU-Politik wird versucht, auf dieser 'Nadel' so lange wie möglich zu bleiben.'
Laut dem ungarischen Außenminister Péter Szijjártó sind die Forderungen nach einer Wiederaufnahme des Öltransits politisch motiviert. Dies unterstreicht die Komplexität der energiepolitischen Beziehungen zwischen der Ukraine und ihren Nachbarn. Die Lage bleibt angespannt, und das Vorgehen Ungarns und der Slowakei sorgt in Kiew und bei europäischen Partnern für Besorgnis.
Die Situation macht die Bedeutung der Energieunabhängigkeit für die Ukraine und andere europäische Staaten überdeutlich, die ihre Abhängigkeit von russischen Ressourcen reduzieren wollen. Die ukrainische Reaktion könnte die künftigen Beziehungen zu den Nachbarstaaten beeinflussen. Die Schritte aus Budapest und Bratislava könnten zudem ein Katalysator für eine beschleunigte europäische Energie-Sicherheitspolitik werden.
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