Staatliche Zuschüsse für Bestattungen: Ukrainische Hinterbliebene erhalten bis zu 16.000 Griwna.
Finanzielle Unterstützung bei der Beerdigung von Rentnern in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine haben Angehörige von Verstorbenen, die eine Rente bezogen haben, Anspruch auf eine staatliche Bestattungsbeihilfe. Die Höhe dieser Zahlung richtet sich nach der letzten Rentenhöhe des Verstorbenen. In bestimmten Fällen kann der Betrag sogar die Marke von 16.000 Griwna überschreiten. Diese Regelung soll Familien in einer finanziell schwierigen Situation entlasten.
Wie hoch fallen die Zahlungen aus?
Für zivile Rentner beträgt die Unterstützung das Zweifache der monatlichen Rente des Verstorbenen. Bei Militärrentnern wird das Dreifache der monatlichen Bezüge ausgezahlt, wobei hier mindestens der fünffache Existenzminimumbetrag garantiert wird. Aktuell liegt diese garantierte Mindestsumme bei 16.640 Griwna.
Keine Zahlung erfolgt, wenn der Verstorbene vollständig vom Staat versorgt wurde oder die Beerdigungskosten bereits vom Staat übernommen wurden. Für den Antrag müssen bestimmte Dokumente vorgelegt werden. Dazu gehören:
- ein gültiger Reisepass;
- die Steueridentifikationsnummer;
- ein formloser Antrag auf Auszahlung der Beihilfe;
- die Sterbeurkunde;
- ein Auszug aus dem staatlichen Personenstandsregister oder eine amtliche Todesbescheinigung;
- die Bankverbindung für die Überweisung.
Falls der Rentner im Ausland verstorben ist, muss eine legalisierte Sterbeurkunde oder ein gleichwertiges offizielles Dokument eingereicht werden. Es ist wichtig zu wissen, dass es keine gesetzliche Frist für die Beantragung dieser Hilfe gibt. Der Antrag muss persönlich in einer beliebigen Filiale der Pensionskasse der Ukraine gestellt werden.
Dank dieser Regelung haben Hinterbliebene die Möglichkeit, in einer schweren Zeit auf staatliche Finanzhilfe zurückzugreifen. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit kann dieses Programm für Familien, die mit den Kosten einer Bestattung konfrontiert sind, eine wichtige Stütze sein. Es ist daher entscheidend, dass Angehörige über ihre Rechte und die notwendigen Verfahren informiert sind, um im Trauerfall schnell und unkompliziert Hilfe zu erhalten.
Lesen Sie auch
- Ab 1. Juni 2026: Anträge auf 19.400 Griwna Brennstoffhilfe möglich – wer berechtigt ist
- Gericht zwingt Militärbehörde zur Nachbesserung: Student aus Polen erhält Aufschub
- Verjährte Militärstrafen in der Ukraine: Bürger können veraltete Einträge anfechten
- Beschwerde gegen das Militärkommissariat: So wehren sich Ukrainer bei Rechtsverstößen
- Digitale Wehrpässe für Ukrainer: So funktioniert der neue Service in der App 'Diia'
- Private Schutzräume in Kiew: Stadträtin fordert gesetzliche Regelung für verschlossene Bunker

