Ab 2026: Neue Mindestlohn-Regelung in der Ukraine – das bleibt unterm Strich.

Ab 2026: Neue Mindestlohn-Regelung in der Ukraine – das bleibt unterm Strich
Ab 2026: Neue Mindestlohn-Regelung in der Ukraine – das bleibt unterm Strich

Ukraine passt Mindestlohn und Sozialleistungen für 2026 an

Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine tritt im April 2026 ein erhöhter Mindestlohn in Kraft, der sowohl die Einkommen der Beschäftigten als auch die Höhe von Sozialleistungen maßgeblich beeinflussen wird. Bereits zum Jahreswechsel, am 1. Januar 2026, steigt der monatliche Mindestlohn von bisher 8.000 auf 8.647 Griwna. Umgerechnet auf eine 40-Stunden-Woche entspricht dies einem Stundenlohn von 52 Griwna.

Nach Abzug der Pflichtabgaben – einem Militärzuschlag von 5 Prozent (432 Griwna) und der Einkommensteuer von 18 Prozent (1.556 Griwna) – erhalten Arbeitnehmer netto rund 6.659 Griwna ausgezahlt. Diese Anhebung der Löhne und die angepassten Steuerregeln zielen darauf ab, die finanzielle Situation der Bevölkerung zu verbessern.

Höhere Beitragsbemessungsgrenzen und mehr Schutz bei Krankheit und Mutterschaft

Neben der Mindestlohnerhöhung werden zum 1. Januar 2026 auch die Höchstsätze für Kranken- und Mutterschaftsgeld neu festgelegt. Das tägliche Maximum für Krankengeld beträgt dann 284,07 Griwna, für Mutterschaftsgeld 568,13 Griwna pro Tag. Die maximale Unterstützung pro Tag kann in beiden Fällen bis zu 5.681,34 Griwna erreichen.

Eine weitere wesentliche Neuerung ist die Anhebung der Bemessungsgrundlage für den einheitlichen Sozialbeitrag. Diese steigt im Jahr 2026 auf 172.940 Griwna. Diese Anpassung eröffnet neue Spielräume für den sozialen Schutz der Arbeitnehmer und soll zu einem höheren Lebensstandard beitragen.

Insgesamt zielen die Änderungen beim Mindestlohn und den Sozialleistungen in der Ukraine für 2026 darauf ab, die sozioökonomische Lage der Bevölkerung zu verbessern. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Herausforderungen des Landes könnten diese Schritte die Binnennachfrage ankurbeln, da höhere verfügbare Einkommen tendenziell zu mehr Ausgaben für Waren und Dienstleistungen führen. Es bleibt abzuwarten, wie der Arbeitsmarkt und die Unternehmen auf diese Neuerungen reagieren werden.


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