Kriegsbedingter Jobverlust: Ukrainer sichern sich mit „Diia“ den Anspruch auf Entschädigung.
Neue Möglichkeit zur Dokumentation von Arbeitsplatzverlusten
Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Regierung hat ein Verfahren gestartet, mit dem Bürger den Verlust ihres Arbeitsplatzes ab dem 24. Februar 2022 offiziell festhalten lassen können. Dies ist eine Voraussetzung, um später Reparationszahlungen zu beantragen. Dafür wurde im elektronischen Dienst „Diia“ die neue Kategorie A3.4 eingerichtet. Hunderttausende Ukrainer haben aufgrund der Kriegsfolgen ihre Arbeit verloren – nun können sie diesen Umstand über den neuen Service registrieren lassen.
Schritte zur Registrierung und finanzielle Hilfen
Der Dienst zur Erfassung von Arbeitslosigkeit befindet sich derzeit in der Beta-Phase. Interessierte können sich für den Test anmelden, sofern sie eine Steueridentifikationsnummer (RNOKPP) und eine E-Mail-Adresse besitzen. Diese Neuerung soll den Zugang zu Hilfen für Menschen erleichtern, die durch den bewaffneten Konflikt ihren Job verloren haben. Zusätzlich wird Ende Februar 2026 in „Diia“ die Kategorie „Zwangsweise Ausreise aus der Ukraine“ eingeführt.
Binnenvertriebene (IDPs) können im Frühjahr 2026 eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 11.000 Griwna erhalten. Auch die Hilfsorganisation „Caritas Spes Ukraine“ vergibt Zuschüsse von bis zu 237.000 Griwna, was die materielle Not der Betroffenen deutlich lindern könnte. Antragsberechtigt sind verschiedene Personengruppen, darunter:
- Angestellte,
- Freiberufler mit zivilrechtlichen Verträgen,
- Selbstständige,
- Personen, die mündliche Arbeitsvereinbarungen hatten.
Um sich über „Diia“ zu registrieren, sind nur wenige Schritte nötig:
- App aktualisieren,
- Anmelden,
- Dienste öffnen,
- Zum Bereich „Staatliche Hilfen“ gehen,
- Auf „Hilfe erhalten“ klicken,
- Benachrichtigung öffnen,
- „Antrag stellen“ auswählen,
- Angaben prüfen und mit Diia.Pidpys bestätigen.
Diese Initiative ist ein wichtiger Schritt zur Unterstützung der Ukrainer, die unter den Kriegsfolgen leiden, und eröffnet ihnen Wege zur Verbesserung ihrer Lebensumstände. Sie erleichtert nicht nur den Zugang zu finanziellen Mitteln, sondern trägt auch zur Stabilisierung der sozialen Lage im Land bei – ein besonders dringendes Anliegen angesichts des anhaltenden Krieges und seiner Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt.
Lesen Sie auch
- Kriegsalltag in Charkiw: Bürgermeister Terjochow würdigt die entscheidende Rolle der Journalisten
- Handy am Steuer: Diese Strafen drohen ukrainischen Fahrern in Europa
- Ukrainischer Journalistentag: Ein Ehrenwort für die mutigen Chronisten russischer Kriegsverbrechen
- Erbschaft aus dem Ausland beantragen: Ukrainer können jetzt online handeln
- Syrskyj würdigt Journalisten zum Berufstag: Euer Einsatz ist von besonderer Bedeutung
- Russland jagt ukrainische Kinder ab 11 Jahren: Rekrutierung über Spiele und soziale Netzwerke

