Doppelte Abrechnung im März 2026: Was Verbraucher in der Ukraine erwartet.
Doppelte Zahlungsaufforderungen für Versorgungsleistungen
Nach Angaben von Novyny.live: Im März 2026 könnten viele Haushalte in der Ukraine zwei separate Abrechnungen für ihre Versorgungskosten erhalten. Grund ist eine verpflichtende Nachberechnung der Januar-Rechnungen, die auf eine Kabinettsverordnung der ukrainischen Regierung zurückgeht (Beschluss Nr. 118 vom Ende Januar 2026). Diese Verordnung schreibt Versorgern vor, Gebühren neu zu berechnen, wenn Leistungen ganz ausgefallen oder mangelhaft waren. Solche Nachforderungen sind in Kriegszeiten mit häufigen Unterbrechungen der Infrastruktur besonders relevant.
Die neuen Vorschriften verpflichten die Versorger, Ausfallzeiten oder Qualitätsmängel für jedes Gebäude genau zu dokumentieren. Für Perioden, in denen aufgrund von Beschädigungen nach Angriffen oder technischen Störungen keine Leistung erbracht wurde, dürfen keine Gebühren erhoben werden. Die Nachberechnung erfolgt für die gesamte Dauer des Ausfalls oder der Minderqualität. Die korrigierten Beträge werden automatisch in der Folgerechnung ausgewiesen, ohne dass Verbraucher aktiv werden müssen.
Es gab hier vor allem eine politische Zusage der Premierministerin, dass alle, die seit dem 9. Januar keine Wärme erhalten haben, eine entsprechende Gutschrift bekommen sollen.
Oleh Popenko, Verbrauchervertreter
Durch die Nachberechnungen können sich die fälligen Beträge für Januar erheblich reduzieren. Die Regelung ist eine direkte Reaktion auf die massiven Beeinträchtigungen der Versorgung infolge der russischen Angriffe. Verbraucher sollten sich daher darauf einstellen, im März 2026 zwei separate Abrechnungsposten für Versorgungskosten vorzufinden – die reguläre März-Rechnung und die korrigierte Januar-Abrechnung.
Ziel der Verordnung ist es, die Rechte der Verbraucher zu stärken, die unter den Kriegsfolgen und Versorgungsmängeln leiden. Für viele Haushalte, die im Winter ohne Heizung auskommen mussten, ist die finanzielle Entlastung ein wichtiger Schritt. Die Umsetzung wird die Versorger jedoch vor Herausforderungen stellen, da sie ihre Erfassungs- und Monitoringsysteme anpassen müssen, was sich auch auf ihre Wirtschaftlichkeit auswirken kann.
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