2026 drohen in der Ukraine 25 Prozent höhere Strom- und Gaspreise.
Staatlicher Preisstopp für Energie in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine gilt weiterhin ein Moratorium, das Preiserhöhungen für Gas, Wärme und Strom für private Haushalte verbietet. Aktuell wird darüber diskutiert, die Tarife schrittweise an das Marktniveau anzupassen. Experten prognostizieren, dass die Kosten für Strom und Gas im Jahr 2026 um 25 Prozent steigen könnten. Diese Entwicklung sorgt für Debatten unter Fachleuten, die auf die negativen Folgen des anhaltenden Preisstopps hinweisen. Ein zentraler Kritikpunkt ist, dass die aktuellen Preise die tatsächlichen Produktionskosten nicht decken.
Im Mai 2026 zahlt ein Mehrpersonenhaushalt umgerechnet etwa 40 bis 50 Griwna für Gas. Fachleute betonen jedoch, dass dieser Preis nicht ausreicht, um die Förderkosten zu decken.
Wolodymyr Omeltschenko erklärte: 'Das Moratorium hätte schon längst aufgehoben werden müssen. Es führt zu enormen Schulden und Unterfinanzierung, und die Bürger selbst leiden darunter, dass weniger Gas gefördert wird.'
Aktuelle Gas- und Strompreise im Überblick
Die jährlichen Basispreise für einen Kubikmeter Gas variieren je nach Anbieter:
- TOV 'GK 'NAFTOHAZ UKRAINY' und TOV 'TERNOPILOBLHAZ ZBUT' — 7,96 Griwna;
- TOV 'PRYKARPAT ENERHO TREID' — 7,98 Griwna;
- TOV 'HALNAFTOHAZ' PP 'OKKO KONTRAKT' — 7,99 Griwna;
- TOV 'LWIWENERHOSBUT' — 8,20 Griwna;
- TOV 'KYJEWSKI ENERHETYTSCHNI POSLUHY' (YASNO) und TOV 'DNIPROWSKI ENERHETYTSCHNI POSLUHY' (YASNO) — 8,46 Griwna;
- TOV 'RYTEIL SERVIS' TM 'SwitloHas' — 9,99 Griwna pro Kubikmeter.
Der festgelegte Strompreis für Haushalte bleibt unverändert bei 4,32 Griwna pro Kilowattstunde. Allerdings plant die Regulierungsbehörde, die Übertragungsgebühren für den Netzbetreiber 'Ukrenerho' ab dem 1. Juli 2026 um 21,6 Prozent anzuheben.
Wolodymyr Omeltschenko merkte zudem an: 'In der Ukraine liegen die Preise im Vergleich zu Europa um mindestens das Vierfache zurück', was den dringenden Reformbedarf in der Tarifpolitik unterstreicht.
Zusammenfassend bleibt die Frage der Tariferhöhungen für Gas, Wärme und Strom für die Bevölkerung aktuell. Mögliche Änderungen könnten die finanzielle Lage ukrainischer Familien erheblich belasten. Angesichts der Expertenprognosen und der bestehenden Schulden im Energiesektor wäre die Aufhebung des Moratoriums ein wichtiger Schritt zur Marktstabilisierung und zur Verbesserung der finanziellen Situation in der Ukraine.
Lesen Sie auch
- Putin unter Druck: Neues Afrika-Gasprojekt soll Europas Energieversorgung sichern
- Zwei Milliarden Griwna für Kiews Wintervorbereitung: Das sind die geplanten Maßnahmen
- Trotz Putins Stabilitätsbeteuerungen: Investitionen in Russland brechen um 15 Prozent ein
- Milchprodukte in Odessa: Neue Sortimente, stabile Preise und Tipps für den Einkauf
- Vodafone bringt Flatrate-Internet: Diese Tarife stehen in der Ukraine zur Wahl
- Metallschrott verkaufen: So viel lässt sich in den Regionen der Ukraine verdienen

