Ukraine droht Zahlungsstopp: Militär bleibt finanziert, Straßenbau und Sozialleistungen könnten eingefroren werden.
Warnung vor möglichem Zahlungsstopp in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: Andrij Motowyłowez, erster stellvertretender Vorsitzender der Fraktion 'Diener des Volkes', hat vor einem möglichen Stopp von Zahlungen in der Ukraine gewarnt – mit Ausnahme der Militärfinanzierung. Seinen Angaben zufolge könnten Sozialleistungen und Ausgaben für den Straßenbau betroffen sein. Er betonte, dass der Haushalt derzeit noch erfüllt werde, die Lage im Parlament sich jedoch zuspitzen könnte. Die aktuelle Haushaltslage ist angespannt, da die Einnahmen hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Lage im Parlament
Motowyłowez wies zudem auf Probleme innerhalb der Fraktion hin und erklärte:
„Es ist offensichtlich, dass es danach unmöglich sein wird, im Parlament ausreichend Stimmen zu finden, selbst für wichtige Gesetze.“- Andrij Motowyłowez. Er beschrieb die Situation als 'perfekten Sturm' in der Fraktion 'Diener des Volkes'. Weiterhin merkte er an, dass Abgeordnete, die unter Druck stünden, an ihren Amtseid erinnert werden müssten:
„Ich erkläre ihnen einfach: Freunde, seht her, ihr habt einen Eid geleistet. Ihr könnt zwar einen Antrag einreichen, aber niemand wird dafür stimmen. Das Parlament muss arbeiten.“- Andrij Motowyłowez.
Die Situation im Parlament wird zusätzlich dadurch erschwert, dass gegen fünf Abgeordnete ein Anfangsverdacht in einem Fall besteht, bei dem es um Abstimmungen 'auf Anweisung' gegen Bestechungsgelder geht. Motowyłowez berichtete, dass etwa 40 Abgeordnete bereit seien, ihre Mandate niederzulegen. Bei Vernehmungen in diesem Fall seien sie zu ihren Abstimmungen befragt worden. Ende Dezember 2022 deckten das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) ein kriminelles System auf, an dem Volksabgeordnete beteiligt waren, was ebenfalls die Stimmung im Parlament beeinflusste.
Vor dem Hintergrund politischer Instabilität und der Herausforderungen, denen sich das Parlament gegenübersieht, bleibt die Finanzierung sozialer Programme und der Straßenausgaben in der Ukraine gefährdet. In einer Lage, in der rund 40 Abgeordnete bereit sind, ihre Mandate niederzulegen, könnte dies die Verabschiedung wichtiger Entscheidungen weiter erschweren. Die politische Krise im Land erfordert dringende Maßnahmen zur Stabilisierung der Situation und zur Sicherstellung der Haushaltsausführung.
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