Polen weist Ukrainerin aus: Beleidigung einer Dolmetscherin vor Gericht hat Folgen.

Polen weist Ukrainerin aus: Beleidigung einer Dolmetscherin vor Gericht hat Folgen
Polen weist Ukrainerin aus: Beleidigung einer Dolmetscherin vor Gericht hat Folgen

Ausweisung einer ukrainischen Staatsangehörigen

Nach Angaben von TSN.ua: Eine 56-jährige Frau aus der Ukraine muss Polen verlassen. Der Grund: Sie soll während einer polizeilichen Vernehmung eine Dolmetscherin beleidigt haben. Die Ukrainerin war als Zeugin in einem Strafverfahren geladen. Da sie die polnische Sprache nicht beherrschte, wurde für die Befragung eine Übersetzerin hinzugezogen.

Im Anschluss an die Vernehmung nahm die polnische Polizei die Frau fest. Sie wurde wegen Beleidigung der Dolmetscherin angeklagt – eine Straftat, die in Polen ernste Konsequenzen haben kann. Das dortige Recht sieht für ein solches Vergehen eine Geldstrafe, eine Freiheitsbeschränkung oder sogar eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr vor.

Unmittelbare Konsequenzen

Die Grenzschutzbehörden leiteten daraufhin umgehend ein Verfahren zur sofortigen Abschiebung in die Ukraine ein. Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art: Bereits zuvor wurde ein Ukrainer aus Polen ausgewiesen, nachdem er in einem Online-Video Drohungen ausgesprochen hatte.

Der Fall macht deutlich, wie wichtig der respektvolle Umgang mit Behörden und Justiz im Ausland ist. Selbst vermeintlich geringfügige Verstöße können den Aufenthaltsstatus gefährden und schwerwiegende Folgen wie eine Ausweisung nach sich ziehen. Für die große ukrainische Gemeinschaft in Polen sind solche Vorkommnisse ein sensibles Thema, da sie die prekäre Lage von Schutzsuchenden unterstreichen.


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