Ukrainische Drohnen legen 43 Prozent der russischen Raffinerien lahm – Benzinknappheit treibt Autofahrer nach China.

Ukrainische Drohnen legen 43 Prozent der russischen Raffinerien lahm – Benzinknappheit treibt Autofahrer nach China
Ukrainische Drohnen legen 43 Prozent der russischen Raffinerien lahm – Benzinknappheit treibt Autofahrer nach China

Benzinmangel in der Region Transbaikalien

Nach Angaben von UATV: In der russischen Region Transbaikalien herrscht eine akute Benzinverknappung. Dies veranlasst Unternehmer dazu, Tankdienste für Fahrzeuge im benachbarten China anzubieten. Hintergrund sind massive Angriffe ukrainischer Drohnen auf strategisch wichtige Ziele in Russland, darunter auch Raffinerien, die eine zentrale Rolle bei der Treibstoffversorgung der russischen Armee spielen.

Am 6. Juli 2023 attackierten ukrainische Drohnen die Raffinerie in Omsk, die jährlich Millionen Tonnen Treibstoff für militärische Zwecke liefert. Gleichzeitig wurde in der Region Kaluga eine Raffinerie getroffen, während in der Region Leningrad zwei Ölverladeanlagen und drei Tanks mit Erdölprodukten beschädigt wurden. Auch das Tanklager 'TES-Terminal-1' auf der Krim war betroffen.

Auswirkungen der Angriffe auf die Energieversorgungssicherheit

Seit Jahresbeginn wurden russische Raffinerien 200 Mal von ukrainischer Seite angegriffen. Dies führte dazu, dass bis Juli 2026 etwa 43 Prozent der russischen Raffineriekapazitäten lahmgelegt waren. Die Folge ist eine allgemeine Benzinknappheit in Russland von rund 350.000 bis 400.000 Tonnen pro Monat. Im Juni 2023 bezog Russland 141.000 Tonnen Treibstoff aus Belarus – ein Versuch, die Versorgungslücke zu schließen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass 'die Umsetzung des Plans der ukrainischen Langstreckensanktionen gezeigt hat, dass die Einschränkung der russischen Kampffähigkeit davon abhängt, den Krieg im Alltag spürbar zu machen'.

Diese Strategie ist offenbar Teil der ukrainischen Bemühungen, die Produktion hochtechnologischer Waffen voranzutreiben, was die weitere Entwicklung in der Region beeinflussen könnte.

Die Raffinerie in Jaroslawl, eines der größten Erdölverarbeitungswerke Russlands, hat eine geplante Jahreskapazität von 15 Millionen Tonnen Rohöl. Doch aufgrund der anhaltenden Angriffe und der allgemeinen Verknappung ist ihre Fähigkeit, die nationalen Bedürfnisse zu decken, gefährdet. Die Lage zeigt, dass der anhaltende Konflikt schwerwiegende Folgen für die Energieversorgungssicherheit Russlands hat.

Die Benzinknappheit in Transbaikalien und die Angriffe auf Raffinerien belegen die Eskalation der Kampfhandlungen und deren Auswirkungen auf die russische Wirtschaft. Der Rückgang der Raffineriekapazitäten erschwert nicht nur die Treibstoffversorgung für Zivilisten, sondern gefährdet auch die militärische Logistik. Dies könnte ein entscheidender Faktor für die weiteren militärischen Operationen und Strategien beider Konfliktparteien sein.


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